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Thüringer Landesprogramm Gewässerschutz 2016–2021

2.500 Projekte | über 1.000 Kilometer naturnahe Fließgewässer | 32 Mio. EUR zum Schutz vor Einträger aus der Landwirtschaft

Wellness-Kur für Thüringens Gewässer

Natürliche und artenreiche Gewässer sind die Grundlage für das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen. Die Maßnahmen im Landesprogramm Gewässerschutz erhalten und verbessern diesen Lebensraum.

Im Jahr 2009 wurde der Zustand der Thüringer Flüsse, Seen und des Grundwassers erstmals bewertet. Das Ergebnis zeigte einen hohen Handlungsbedarf. Nur fünf Prozent der Gewässer erreichten einen guten Zustand nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Die Ursachen hierfür sind vielerorts noch verbaute und stark begradigte Gewässer, Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft und Abwassereinleitungen. Durch das Umsetzen zahlreicher Maßnahmen wurde der Zustand vieler Gewässer bis heute bereits verbessert. Dennoch besteht weiterhin hoher Handlungsbedarf.

Aktuell liegt der fortgeschriebene Entwurf des Landesprogramms Gewässerschutz 2022 - 2027 zur Anhörung und Stellungnahme aus. Alle Informationen dazu finden Interessierte unter
https://aktion-fluss.de/gewaesserschutz/landesprogramm-gewaesserschutz/

Infografik zum Landesprogramm Gewässerschutz 2016 - 2021 vergrößerte Ansicht
Landesprogramm Gewässerschutz 2016 - 2021

Eckpunkte des Landesprogramms Gewässerschutz

Gewässerstruktur / Durchgängigkeit

  • insgesamt sind ca. 1.300 Maßnahmen zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit und ca. 230 Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur enthalten, damit werden
  • insgesamt 950 Kilometer Fließgewässer durchgängig gestaltet

Renaturierung

  • auf 1.060 Kilometern der Fließgewässer wird die Gewässerstruktur verbessert („renaturiert“)
  • Dafür sind rund 66 Mio. Euro vorgesehen

Abwasser

  • 475 Abwassermaßnahmen sind bis Ende 2021 geplant.
  • Erweiterung vieler Kläranlagen um eine Phosphorelemination
  • Anschluss weiterer Gebiete an zentrale Kläranlagen
  • mit den Abwassermaßnahmen werden der Eintrag von ca. 70 Tonnen Phosphor pro Jahr in die Gewässer dauerhaft verhindert
  • rd. 95.000 Einwohner werden neu an Kläranlagen angeschlossen
  • Land setzt rund 102 Mio. Euro dafür ein.

Landwirtschaft

  • Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen in den am höchsten nährstoffbelasteten Gebieten
  • dafür stehen bis 2021insgesamt ca. 42 Mio. Euro zur Verfügung
  • Verschärfung der Anforderungen in den Gewässerrandstreifen

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