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Naturpark Südharz

Auf Tradition gesetzt

Bergleute und Köhler Die bewegte Erdgeschichte mit Meeren und Vulkanen prägt auch die Kulturgeschichte. Kupfer, Eisen, Steinkohle, Salz und Gips – das „weiße Gold“ – begründeten einen frühen Bergbau. Mit den Bergleuten kamen die Köhler – die „Carbonari“. Ihre Meiler rauchten in den Wäldern und lieferten die Holzkohle für die Erzschmelze. Köhlerei hat hier Tradition und wird am Leben gehalten.

Meiler im Südharz (© P. Schneller) vergrößerte Ansicht
Meiler im Südharz (© P. Schneller)
Harzziegen auf einer Alm (© A. Apel) vergrößerte Ansicht
Harzziegen auf einer Alm (© A. Apel)

Schafe und Ziegen

Jahrhundertelang zogen Schaf- und Ziegenherden durch die karge Karstlandschaft. Sie haben diese Kulturlandschaft mitgestaltet. Verlässlich lieferten die genügsamen Haustiere Wolle, Fleisch und Milch. Heute setzt man wieder auf diese Harzer Tradition.

Tief verbunden

Seit ewigen Zeiten sickert Wasser durch den Karst und durchlöchert ihn wie einen Schweizer Käse. Stetig wandelt sich die Landschaft. Bizarre Felsgebilde und tiefe Erdfälle sind entstanden. Wie von Zauberhand verschwinden Flüsse und tauchen an anderer Stelle wieder auf. Unterirdisch verbinden sie Höhlen und spülen fantastische Säle, während es oberirdisch trocken bleibt.

Salzaquelle (© A. Apel) vergrößerte Ansicht
Salzaquelle (© A. Apel)
Die Kelle, eine Höhle im Kartsgestein. (© P. Schneller) vergrößerte Ansicht
Die Kelle, eine Höhle im Kartsgestein. (© P. Schneller)

Grüner Karst

Der Südharzer Zechsteingürtel ist ein anerkannter Hotspot biologischer Vielfalt. Beeindruckend sind die naturnahen Karst-Buchenwälder mit Leberblümchen und duftenden Bärlauch-Teppichen. Luchs und Wildkatze streifen hier umher. Exotisch mutet das Leben in den Gips-Trockenrasen an – mit Mücken-Händelwurz, Fliegenragwurz und Fransenenzian.

Unterwegs...


...durch den grünen Karst Zahlreiche Naturphänomene liegen hier im Verborgenen. Auf dem Karstwanderweg reihen sich Gipskarsterscheinungen wie auf einer Perlenschnur aneinander. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer kennen die schönsten Plätze im Naturpark und laden dazu ein, mit ihnen auf Entdeckungstour zu gehen.

...am grünen Band Es ist bunt und voller Leben. Dennoch erinnert uns das Grüne Band an die Zeit, als der Eiserne Vorhang Europa in Ost und West teilte. Es mahnt uns, wachsam zu sein.

Zweiländer-Eiche (© P. Schneller) vergrößerte Ansicht
Zweiländer-Eiche (© P. Schneller)
Himmelsberg bei Woffleben vergrößerte Ansicht
Himmelsberg bei Woffleben (© P. Schneller)

Die mit dem Mopsgesicht

Im Sommer wohnt die Mopsfledermaus in Spalten alter Bäume … und jagt im Wald nach Insekten. Ihren Winterschlaf hält sie in Höhlen und Stollen.

...mit Volldampf

Es lohnt sich auf Entdeckungstour zu gehen. Am besten mit einer Dampflok der Harzer Schmalspurbahnen. Steigen Sie aus und erkunden Sie den Naturpark auf dem Südharzer Dampflok Steig mit zahlreichen Stempelstellen der Harzer Wandernadel. Weit sichtbare bizarre Felsgebilde, malerische Ausblicke und geschichtliche Zeugnisse am Wegesrand laden zum Verweilen ein. Auf dem Rad lassen sich Vielfalt und Tradition auf dem Harzrundweg erleben.

Die Bielsteine (© P. Schneller) vergrößerte Ansicht
Die Bielsteine (© P. Schneller)
Harzer Schmalspurbahn (© A. Richter) vergrößerte Ansicht
Harzer Schmalspurbahn (© A. Richter)


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