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Unesco-Biosphärenreservat Rhön

Streuobstwiese in Zella-Mehlis (Foto: Mathias Schmidt).
Streuobstwiese in Zella-Mehlis (Foto: Mathias Schmidt).

Gründungsjahr: 1990

Größe: 2.433,23 km2

Landkreise: Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen

Zonierung: Kernzone: 74,38 km2, Pflegezone: 538,97 km2, Entwicklungszone: 1.819,91 km2

Lebensräume: Acker, Felsen und Blockhalden, Grünland, Hecke, Stadt und Siedlungen, Streuobstwiese, Wald, Wasser und Moore, Weinberg

 



Kalk-Magerrasen (Foto: Karl-Friedrich Abe).
Kalk-Magerrasen (Foto: Karl-Friedrich Abe).

Weltweit ist die Rhön das bekannteste UNESCO-Biosphärenreservat Deutschlands. Durch die Wiedervereinigung wurde die Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen wieder zur Mitte Deutschlands. Seit 1991 ist sie als Biosphärenreservat durch die UNESCO anerkannt.

Das „Land der offenen Fernen“ besitzt im Gegensatz zu anderen deutschen Mittelgebirgen auf ihren Gipfeln eine weitgehend unbewaldete Kulturlandschaft mit prächtigem Ausblick in die Umgebung. Mit 2.433,23 qm - annähernd so groß wie das Bundesland Saarland - hat das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit seinen vielen kleinen und mittelgroßen Gemeinden Anteil an sechs Landkreisen, davon die Thüringer Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis. Die Thüringer Rhön nimmt im Nordosten ein Fünftel des UNESCO-Biosphärenreservats ein. Hier befinden sich neben der Einheitsgemeinde Rhönblick vor allem die größeren Ortschaften und Ausflugsziele Geisa, Kaltennordheim und Dermbach. Im Dermbacher Ortsteil Zella/Rhön hat die Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung ihren Sitz in der historischen Propstei.

Schutz der natürlichen und kulturellen Vielfalt

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön steht für landschaftliche Vielfalt mit großem Artenreichtum. Beides hängt unmittelbar zusammen. Das „Land der offenen Fernen“ ist eine vom Menschen geschaffene Landschaft mit vielen Wiesen und Weiden. In dieser Kulturlandschaft, aber auch in den 3 Prozent Wildnisgebieten leben zahllose Tier- und Pflanzenarten, darunter viele gefährdete Arten. Auch die kulturelle Vielfalt mitsamt ihrer Geschichte, Dialekten, Riten und Traditionen sind ein wertvoller Schatz der Region. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, wird die kulturelle Vielfalt insbesondere die natürlichen und naturnahen Lebensräume erhalten und, wo nötig, wiederhergestellt. Das sichert den genetischen Bestand und damit die Vielfalt des Lebens.

Nachhaltige (Regional-)entwicklung

In der Rhön gibt es keinen Stillstand, alles ist und bleibt in Bewegung. Ziel ist eine wirtschaftliche Entwicklung, mit regionalen, ökologischen und sozialen Schwerpunkten. Deshalb wird eine naturnahe und der Rhön angepasste Landnutzung gefördert. Das schließt naturverträgliche Technologien und umweltschonend erzeugte Produkte ein und schafft Rahmenbedingungen für einen sanften Qualitätstourismus. Das ermöglicht regionale Wertschöpfung, die den Menschen wie auch der Natur im UNESCO-Biosphärenreservat nachhaltig Vorteile bringen.

Bildung und Kommunikation

Nur was man erkennt und versteht, kann man würdigen – und nur, was man wertschätzt, will man auch bewahren. Weil das so ist, haben die Informationen für die Öffentlichkeit und die Bildung in den Bereichen Umwelt und nachhaltige Entwicklung hohen Stellenwert. Bewohnern und Besuchern des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön werden Zusammenhänge durch anschauliche Materialien und zahlreiche Veranstaltungen näher gebracht. Darunter sind viele Angebote für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Kommunikation bereitet den Boden für die Akzeptanz weiterführender Projekte. Das dient der Nachhaltigkeit.

Forschung und Monitoring

Viele Forscher*innen haben wissenschaftliche Daten zur Natur und den menschlichen Einflüssen in den letzten Jahren gesammelt. Doch längst sind noch nicht alle Zusammenhänge im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erforscht. Deshalb werden anwendungsorientierte Vorhaben, vor allem zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Themenstellungen entwickelt und gefördert. Die vielfältigen und themenübergreifenden Arbeiten reichen von der Beschäftigung mit Einzelfragen bis zur langfristigen Erforschung der Lebensräume und Lebensbedingungen in der Rhön. Die Ergebnisse der Expert*innen werden sorgfältig dokumentiert, um Trends verfolgen zu können. So lernen die Beteiligten ständig dazu und erwerben neue Kompetenzen.

Basaltprismenwand am Geißwand (Foto: Karl-Friedrich Abe).
Basaltprismenwand am Geißwand (Foto: Karl-Friedrich Abe).
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