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Fragen & Antworten zum Energiesparen

Energie- und wassersparend duschen: Ein wassersparender Duschkopf senkt Verbrauch und Kosten um bis zu 30 Prozent. Er mischt Luft in den Wasserstrahl, der sich damit voller anfühlt. So wird der Duschkomfort nicht beeinträchtigt. Sparduschköpfe lassen sich zudem ganz leicht selbst montieren.

Duschen statt baden: Beim Duschen wird in der Regel nur ein Drittel der Wassermenge verbraucht, die für ein Vollbad nötig ist. Das hängt natürlich davon ab, wie lange geduscht wird. Wer nicht länger als fünf Minuten duscht und dazu die Wassertemperatur senkt, spart nicht nur Warmwasser, sondern auch Gas für dessen Erwärmung. Also das Wasser beim Einseifen abstellen und die Duschzeit verkürzen.

Öfter kaltes Wasser nutzen: Warum nicht mit kaltem Wasser die Hände waschen? Seife entfernt den Schmutz auch dann. Obst und Gemüse sollten ebenfalls mit kaltem Wasser gewaschen werden.

Ein weiterer Küchentipp: Besser die Geschirrspülmaschine nutzen als von Hand abwaschen. Das ist nachhaltig und spart bis zu 50 Prozent Energie und 30 Prozent an Wasser.

41 Millionen private Haushalte gibt es in Deutschland. Zum Heizen, Wassererwärmen und Kochen benötigen sie rund ein Drittel des gesamten deutschen Erdgasbedarfs. Angesichts stockender Lieferungen aus Russ­land ist Gas ein knappes Gut. Die Lage ist ernst. Jeder noch so kleine Beitrag zum Einsparen von Erdgas ist wichtig und wertvoll, denn die Be­füllung der Gasspeicher hat oberste Priorität. Je mehr Gasverbrauchende jetzt mitmachen und so viel Energie wie  möglich einsparen, umso besser kommen wir alle durch die kommende kalte Jahreszeit.
Schon mit einfachen Maßnahmen kann der Gasbedarf reduziert werden – in  den eigenen vier Wänden. Für die Bereitung von warmem Wasser etwa werden zwischen 500 und 1.000 Ki­lowattstunden pro Person und Jahr verbraucht. In dieser großen Differenz steckt ein beachtli­ches Einsparpotenzial. Also besser schon beim Aufdrehen des Hahns überlegen, ob nicht kaltes Wasser ausreichen  könnte. Auch beim Sparen von Heizenergie zählt jeder individuelle  Bei­trag – bei 41 Millionen Privathaushalten erge­ben sich enorme Effekte, denn gut die Hälfte heizt mit Erdgas. Auch beim Kühlen lässt sich sparen.

Fragen Sie sich, wie das ohne Einbußen an Wohnkomfort gehen soll? Schauen Sie sich un­sere Energiespartipps an und prüfen Sie, wie Sie den Verbrauch beim Heizen, Kühlen oder Warmwasser bereiten deutlich senken können. Von uns allen angewendet, helfen diese Hinwei­se, die Gasspeicher zu befüllen. Das ist ein ent­scheidender Schritt hin zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, gut fürs Klima und das eigene Portemonnaie.  Sparen wir gemeinsam Energie und Kosten und helfen die Versorgung zu sichern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite  www.energiewechsel.de zur Kampagne „80 Millionen gemeinsam für Energiewechsel“ (Quelle: Infopakete des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, https://www.energiewechsel.de).

Richtig Energie einsparen: Beim Heizen, Kühlen und Lüften

1.  Raumtemperatur senken: Müssen es immer 23 Grad Celsius sein? Behaglich ist es auch zum Beispiel bei 20 Grad Celsius. Denn nur ein Grad weniger spart bis zu sechs Prozent Heizenergie. Noch mehr re­duzieren lässt sich die Heizleistung nachts in Wohnzimmer und Co., wenn die Räume nicht genutzt werden. Für einen gesunden Nachtschlaf liegt die optimale Temperatur zwischen 16 und 19 Grad Celsius. Also das Thermostat herunterregeln und träumen – mit gutem Gewissen. Und nicht vergessen: die Türen zwischen verschieden temperier­ten Räumen am besten geschlossen halten.

2.  Heizkörper brauchen Luft um sich … Damit ein Heizkörper richtig und energie­effizient funktionieren kann, muss er freistehen: Die Luft sollte ungehindert an ihm vorbeiströmen. Möbel, lange Vorhänge oder Verkleidungen dürfen den Heizkörper auf keinen Fall verdecken. Nur so kann der Heizkörper effizient arbeiten. Das spart bis zu zwölf Prozent Heizkosten!

3.  Aber nicht in sich ... Regelmäßiges Ent­lüften bedeutet, Heizenergie zu sparen. Das dauert pro Heizkörper durchschnittlich fünf Minuten. Eine gut investierte Zeit, denn so lassen sich die jährlichen Heizkos­ten um rund zwei Prozent senken.


4.  Richtig lüften: Richtig zu lüften bedeutet weniger zu heizen. Am besten kurz und stoßweise bei weit geöffneten Fenstern und abgedrehter Heizung. Wer auf gekippte Fenster an kalten Tagen verzichtet, spart
zusätzlich. Am besten morgens im Schlaf­zimmer stoßlüften. Oder querlüften in der Wohnung bei mehreren geöffneten Fens­tern – und geöffneten Innentüren. Außer bei Bad und Küche: Hier empfiehlt es sich aufgrund der oft hohen Feuchtigkeit, beim Lüften die Türen zu schließen, damit sich die Feuchte in der Wohnung nicht verteilt.


5.  Heizungsanlage regelmäßig warten lassen und optimieren: Bis zu 15 Prozent Energie kann eingespart werden, wenn die Heizungsanlage nicht nur regelmäßig gewartet, sondern auch optimiert wird. Angepasst an den tatsächlichen Bedarf, können moderne Heizungsanlagen zum Beispiel über Nacht automatisch die Tem­peratur absenken.


6.  Ein Ventil für mehr Komfort: Wer es individueller mag, greift zu smarten, programmierbaren Thermostatventilen. Mit ihnen lassen sich sowohl optimale Raumtemperaturen als auch gewünschte Heizzeiten einstellen – eine ideale Kom­bination aus Komfort und Einsparung. Sie sorgen dafür, dass zum Beispiel Küche und Wohnzimmer abends warm werden, bevor die Familie nach Hause kommt. Und sind einfach und schnell selbst zu installieren.

(Quelle: Infopakete des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, https://www.energiewechsel.de)

Fragen & Antworten zum Thema Energiesparen

  • Ja, die gibt es. Die Energie-Fachleute der Verbraucherzentrale Thüringen beraten - Dank Förderung des Umweltministeriums kostenfrei - umfassend zu den Themen Heizen, Wärmedämmung, Strom sparen, energieeffiziente Geräte sowie erneuerbare Energiequellen. Die Energieberater*innen kommen auch zu Ihnen nach Hause und beraten vor Ort rund um Energie. Mehr Informationen zur Energieberatung finden Sie hier: https://www.vzth.de/energie/energieberatung-14881

    Übrigens: Da rund 35 % des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland auf den Gebäudebereich entfallen, fördert das Thüringer Umweltministerium mit dem „Thüringer Sanierungsbonus-Plus" zudem die energetische Sanierung von Wohngebäuden mit einer Förderquote von 90 %. Die Förderung richtet sich an alle Eigentümer*innen von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden, Mieter*innen und Pächter*innen. Gefördert werden Energieberatungen der Verbraucherzentrale Thüringen, bestehend aus einer Vor-Ort-Beratung und einem individuellen Sanierungsfahrplan. Mehr Infos zum „Thüringer Sanierungsbonus-Plus" finden Sie hier: https://umwelt.thueringen.de/ministerium/unsere-foerderprogramme/sanierungsbonus-plus.

  • Nach Berechnungen des ⁠Umweltbundesamtes lassen sich Kosten abmildern, wenn die Heizungen etwas heruntergedreht werden und weniger und vor allem langsamer mit dem Auto gefahren wird. Eswürden rund 10 Terawattstunden (TWh) Gas weniger benötigt, wenn alle Haushalte in Deutschland die Temperatur in den Wohnungen um ein Grad reduzieren. Bei einer Absenkung um zwei Grad wären es sogar rund 21 TWh. Das sind etwa 5 % des derzeit aus Russland importierten Erdgases. Auch beim Baden und Duschen lasse sich schnell viel Energie sparen: Ein Sparduschkopf etwa senkt den Energieverbrauch fürs Duschen um rund 30 %. Wenn das alle Menschen in Deutschland nutzten, spart das rund 11,3 TWh Erdgas. Das entspricht 2,6 % der Erdgasimporte aus Russland und bedeutet etwa 2,8 Millionen Tonnen Treibhausgase und 1,1 Milliarden Euro Energiekosten weniger. Reduzieren die Bürgerinnen und Bürger die Geschwindigkeit auf Autobahnen auf maximal 100 km/h und auf 80 km/h auf Straßen außerorts, spart das rund 2,1 Milliarden Liter fossilen Kraftstoff ein, selbst wenn man davon ausgeht, dass sich nicht alle an das Tempolimit halten und Einzelne schneller unterwegs sind. Die Kosteneinsparung läge zwischen 3,5 Mrd. und 4,2 Mrd. Euro.

    Tipps zum Energieeinsparen im Alltag finden Sie unter: https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Navigation/DE/Service/Kampagne-Energieeffizienz/kampagne-energiewechsel.html

     

  • In der aktuellen Förderlandschaft ist viel Bewegung. Hier erhalten Sie einen Überblick über Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union: Nutzen Sie die Suchfunktion und durchforsten Sie das aktuelle Förderangebot – passgenau für Ihr Vorhaben: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Home/home.html

    Nutzen Sie außerdem den Thüringer Solarrechner: https://www.solarrechner-thueringen.de/#s=startscreen

  • Abgeschlossene Maßnahmen (2018-2021) (Quelle: Umwelterklärung 2021)

    • Einsatz von Energiesparleuchten bzw. Umrüstung auf LED-Beleuchtung in den Büros; Reduzierung des Energieverbrauchs um ca. 16.000 kWh pro Jahr
       
    • Installation von Bewegungsmeldern für die Beleuchtung in Fluren und Funktionsräumen; Einsparung von 1.650 kWh pro Jahr
       
    • Erstellen eines Energiekonzepts zum Identifizieren von Einsparpotenzialen
       
    • Verpflichtende Nutzung energieeffizienter Geräte in Teeküchen
       
    • Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität
       
    • Reduzierung des PKW-Einsatzes auf langen Strecken (insbesondere außerhalb Thüringens) durch vermehrte Nutzung der Bahn

     

    Geplante u. laufende Maßnahmen

    • Austausch der Heizungspumpen auf Hocheffizienzpumpen einschl. hydraulischem Abgleich (bis Ende 2023); die Erneuerung der Heizungspumpen sorgt für eine jährliche Einsparung von 27,9 MWh und 8,80 Tonnen CO2-Emissionen, der hydraulische Abgleich erreicht zusätzlich eine jährliche Einsparung von 29,4 MWh und 55,00 Tonnen CO2-Emissionen. Der Heizwärmebedarf sinkt nach Abschluss der Arbeiten um etwa 10 Prozent
       
    • PV-Anlage auf dem Dienstgebäude zur Eigenstromversorgung (Inbetriebnahme 2022)
  • Auf Vorschlag des Energieministeriums hat das Kabinett am 6. September 2022 Sparmaßnahmen für den öffentlichen Dienst beschlossen. Damit soll der Energieverbrauch der Landesverwaltung um mindestens 15 Prozent sinken. Die beschlossenen Maßnahmen gelten so schnell wie möglich, spätestens ab Oktober und für die ganze Heizperiode. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aufgefordert, bereits jetzt im Arbeitsalltag auf Energieeinsparungen zu achten.

    Die Landesenergieagentur ThEGA wird Schulungs- und Informationsangebote für die Beschäftigten aller Ressorts vorbereiten und begleiten. Durch die Bundesregierung beschlossen, und deshalb schon geltend: Es sollen Raumtemperaturen auf 19 Grad begrenzt und die Warmwasserbereitung in zahlreichen Bereichen abgeschaltet werden, ebenso wie die Außenbeleuchtung und das Anstrahlen bestimmter Gebäude. Der Verbrauch von Wärmeenergie außerhalb von Büroraumen, z.B. Flure oder Funktionsräume, wird weiter gesenkt.

    Zu den beschlossenen Maßnahmen gehören zudem:

    • die Zeiten der Gewährleistung der Raumtemperatur von 19 Grad Celsius in den Büroräumen auf maximal zehn Stunden pro Arbeitstag zu begrenzen. Damit wird der Bedarf an Heizenergie deutlich reduziert; es gewährleistet gleichzeitig die notwendige Flexibilität der Aufgabenerledigung,
    • die Heizgrenztemperatur wird von 15 auf 13 Grad Celsius abgesenkt,
    • die grundsätzliche Schließung geeigneter Gebäude zwischen den Jahren und an Brückentagen wird geprüft und realisiert,
    • soweit möglich sind digitale Kommunikationsformen zu nutzen und damit Dienstreisen verzichtbar. Bei unvermeidbaren Dienstreisen: soweit möglich öffentliche Verkehrsmittel und/oder Fahrgemeinschaften.

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