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Wolf (Canis lupus)

In Thüringen ist der Wolf seit 2014 wieder heimisch, auch der Luchs findet in den großen zusammenhängenden Waldgebieten des Freistaats einen günstigen Lebensraum.

Mit der Rückkehr dieser Großraubtiere gehen Herausforderungen einher: Zum einen ist ein weitestgehend konfliktarmes Miteinander zu gestalten und zum anderen gilt es, den Schutz dieser Tierarten sicher zu stellen. Durch nationale und internationale Abkommen geschützt, soll der Erhaltungszustand von Luchs und Wolf verbessert werden. Zur Erreichung dieses Ziels wurde ein „Managementplan für den Wolf in Thüringen“ erarbeitet, in dem unter anderem Verbreitung, Biologie sowie Maßnahmen zur Schadensbegrenzung thematisiert werden.

Monitoring & Forschung

Seit April 2020 hat das "Kompetenzzentrum Wolf, Luchs, Biber" die Aufgaben des Monitorings und der Forschung übernommen. Unter Monitoring wird die Überwachung der Wolfs- bzw. Luchspopulation verstanden. Dazu werden bestimmte Methoden wie der Einsatz von Fotofallen genutzt, um u.a. mehr über das Vorkommensgebiet der Arten in Erfahrung zu bringen. Darüber hinaus ist das Kompetenzzentrum für die Rissbegutachtung von vermeintlichen Wolf- bzw. Luchsrissen zuständig. Das heißt, Fachleute begutachten, bewerten und dokumentieren in diesen Fällen vor Ort das Geschehen.

Aktuell sind in Thüringen vier Wolfsterritorien bestätigt. Drei der vier Territorien liegen nur anteilig im Freistaat. Im Territorium Ohrdruf (OHR) leben nach jetzigem Kenntnisstand der Vaterrüde GW1264m sowie zwei Jährlinge aus dem Jahr 2020. Es handelt sich dabei um einen Rüden sowie eine Fähe. Im Raum Ilfeld gilt ein Wolfspaar als territorial. Das Territorium liegt sowohl in Thüringen als auch in Sachsen-Anhalt. Ebenfalls im Südharz ansässig ist die Einzelfähe GW2355f, die aus Sachsen-Anhalt stammt und die bei Braunlage in Niedersachsen und bei Sophienhof in Thüringen nachgewiesen werden konnte. Das Territorium trägt die Bezeichnung Braunlage (BRL). Im Territorium Zella/Rhön (ZR) im Dreiländereck Hessen/Bayern/Thüringen gilt eine aus Brandenburg zugewanderte Einzelfähe mit der Bezeichnung GW1422f als territorial. Die Wolfsfähe GW1241f, die im Raum Tiefenort als territorial galt, wurde am 24.01.2022 nach einem Verkehrsunfall bei Merkers tot aufgefunden. Das Territorium Tiefenort ist damit erloschen.

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