KULAP: Kulturlandschaftsprogramm in Thüringen

Für den Vertragsnaturschutz in Thüringen nimmt der Naturschutzteil des KULAP eine herausragende Position ein. Mit diesem EU-kofinanzierten Programm pflegen Landwirtschaftsbetriebe alljährlich auf etwa 50.000 Hektar naturschutzfachlich wertvolle, oftmals landschaftsprägende Flächen durch (in Klammern jeweils Nummer der Maßnahme):

  • die Anlage von ein- oder mehrjährigen Blühstreifen und -flächen sowie Schonstreifen und -flächen zum Schutz von Feldhamster, Rebhuhn, Grauammer und Kiebitz (A421, A422, A423)
  • die extensive Bewirtschaftung von Ackerrandstreifen zum Schutz der Segetalflora (A423),
  • die Schaffung von Nahrungsflächen für den Rotmilan (A6),
  • die Pflege durch Beweidung oder Mahd auf Mager- und Trockenstandorten, Bergwiesen, Feuchtwiesen, Wiesenbrüterflächen, Streuobstwiesen und Flachlandwiesen (G2 bis G5) sowie
  • die Offenlanderhaltung in Natura 2000-Gebieten und im Grünen Band  (G6) sowie
  • die dauerhafte Umwandlung des Ackerlands in Dauergrünland (G7)

Für die Naturschutzmaßnahmen im KULAP erfolgt vor Antragstellung eine Abstimmung zwischen dem Landwirtschaftsbetrieb und der örtlichen unteren Naturschutzbehörde. Dabei wird von der Naturschutzbehörde zunächst bestätigt, dass die Flächen für eine Naturschutzförderung geeignet sind. Weiterhin werden in einem Pflegeplan die vereinbarten Details zur Flächenbewirtschaftung festgehalten (sog. Leistungsprotokoll). Weitere Auskunft erteilen die örtlich zuständigen unteren Naturschutzbehörden bzw. Landwirtschaftsämter.

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