Nachhaltige Entwicklung in Thüringen

Eine Nachhaltige Entwicklung ist eine "Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen".

aus dem Brundtland Report 1987

Eine Nachhaltige Entwicklung zielt auf die gleichrangige Berücksichtigung von umweltbezogenen, sozialen und wirtschaftlichen Belangen ab.

Nachhaltige Entwicklung in Thüringen beruht vor allem auf dem Engagement und der Initiative zahlreicher Menschen in Kommunen, Unternehmen, Vereinen und Verbänden. Inhaltlicher Orientierungsrahmen sind die 10 Leitlinien zur Umsetzung der Agenda 21 in Thüringen sowie die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie.

Aufbauend auf den vielfältigen Initiativen und Erfahrungen haben der Thüringer Landtag mit seinem Beschluss zur Berufung eines Beirates zur Nachhaltigen Entwicklung und die Thüringer Landesregierung mit dem Beschluss zur Gründung einer Staatssekretärsarbeitsgruppe zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen den Prozess zur Erarbeitung und Fortschreibung einer Nachhaltigkeitsstrategie für Thüringen gestartet. www.nachhaltigkeitsbeirat.thueringen.de.

Die Staatssekretärsarbeitsgruppe, der alle Thüringer Ministerien angehören und die unter der Leitung des Staatssekretärs im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz steht, hat den Auftrag, eine Nachhaltigkeitsstrategie für Thüringen weiter zu entwickeln. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung. Auftrag des Beirates ist es, die Landesregierung zu beraten und diese Beratung auf einem Dialog mit den Akteuren und der Zivilgesellschaft aufzubauen. Der Online-Dialog zum Entwurf der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie ist gestartet: hier.

Die Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen im Sinne der Agenda 21 findet auf allen gesellschaftlichen Ebenen statt. Die Kommunen, Vereine und Verbände führen zahlreiche Maßnahmen und Projekte in ihrem Verantwortungsbereich auf lokaler Ebene durch (Lokale Agenda 21 ). Hierbei stehen insbesondere die Aspekte der Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Partizipation, nachhaltiger Lebensstil, nachhaltiger Konsum und Entwicklungszusammenarbeit im Mittelpunkt des Handelns. Ein wesentliches Instrument zur erfolgreichen Umsetzung dabei ist die Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Thüringens wurde zwischen der Thüringer Wirtschaft und der Thüringer Landesregierung das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT), als eine freiwillige Vereinbarung zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit geschlossen.

Ausschreibung zum Jugendprojektfonds 2020

Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz unterstützt 2020 Projekte, die Bezug zur Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie haben, von Jugendgruppen der nach dem Thüringer Landesjugendförderplan anerkannten sowie der in der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung zusammengeschlossenen Verbände.

Der Jugendprojektfonds ist ein Modellprojekt, das im Sinne des Nationalen Aktionsplanes zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung Freiräume für von Jugendlichen eigenverantwortlich durchgeführte Projekte vor Ort, die ökologisch, sozial und/oder ökonomisch nachhaltig wirken, eröffnet.

Dafür sind bis zu 10.000 EUR je Jugendverband vorgesehen. Aus dem Budget können Einzelprojekte mit bis zu 1.500 EUR finanziert werden. Anerkannt werden Sachausgaben wie Materialien, Mieten für die Nutzung von Gegenständen und Räumen, Öffentlichkeitsarbeit, Reisekosten der Teilnehmer und Honorare für externe Referenten. Nicht anerkannt werden eigene Personalausgaben.

Im Antrag sind Angaben zum Nachhaltigkeitsleitbild des Jugendverbandes sowie ggf. beabsichtigter thematischer Schwerpunktsetzung darzulegen. Den Projektantrag senden sie bitte an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Referat 42, Beethovenstraße 3, 99096 Erfurt. Dazu ist das beigefügte Formular auszufüllen. Bewerbungsende ist der 15. März 2020.

Über die Teilnahme am Jugendprojektfonds entscheidet eine unabhängige Jury nach Maßgabe der verfügbaren Haushaltsmittel.

Die ausgewählten Jugendverbände erhalten vor Projektbeginn zusätzliche Hinweise zu den Finanzierungs- und Abrechnungsmodalitäten. Sie sind verpflichtet, über die Durchführung ihrer Projekte zeitnah öffentlichkeitswirksam zu berichten. Auf die finanzielle Unterstützung durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz ist entsprechend hinzuweisen.

Für Rückfragen zur Antragstellung und den Rahmenbedingungen steht Ihnen Katharina Haeßler, Tel. 0361-57 393 4423, E-Mail: katharina.haessler@tmuen.thueringen.de zur Verfügung.

Download & Formulare

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: