Anpassung an die Folgen der Klimakrise

Klimaschutz & Klimaanpassung zusammen denken

Aufgrund der langen Reaktionszeiten des Klimasystems kann der einmal begonnene Klimawandel nicht kurzfristig aufgehalten werden, allenfalls kann er abgemildert werden. Deshalb sind Anpassungsmaßnahmen notwendig. Die Klimaanpassung umfasst nationale und regionale Strategien, praktische Maßnahmen auf allen politischen Ebenen bis hin zu Maßnahmen von Privatpersonen.

Um die Folgen des Klimawandels, die auch die Lebensbedingungen der Menschen beeinflussen, möglichst gering zu halten, muss der Klimaschutz an erster Stelle stehen. Weiterhin müssen wir durch Anpassung an die Folgen des Klimawandels vorsorgen. Dabei ist es wichtig, die Verwundbarkeit der Natur und Gesellschaft zu verringern und sie dabei zu unterstützen, sich flexibel auf die neue Lage einstellen zu können.

Wer rechtzeitig und in angemessener Weise handelt, verhindert nicht allein vermeidbare Schäden. Er bewahrt auch kommende Generationen davor, einen ungleich größeren Aufwand treiben zu müssen, um sich an den Klimawandel anzupassen. Anpassungsmaßnahmen können den Klimaschutz nicht ersetzen. Steigen die Temperaturen im Treibhaus Erde, steigen auch die Kosten für Anpassungsmaßnahmen und umgekehrt.

Video: Klima in der Krise

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Ziele von IMPAKT II

Thüringen hat im Jahr 2009 erstmals das „Thüringer Klima- und Anpassungsprogramm“ erstellt. Zur Unterstützung des Anpassungsprozesses wurde die Thüringer Klimaagentur als Fachreferat im Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz installiert. Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz hat die Fortschreibung des „Integrierten Maßnahmenprogramms zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Freistaat Thüringen (IMPAKT II)“ im Jahr 2019 beauftragt und fachlich begleitet. IMPAKT II ist eine konsequente Reaktion auf die auch in Thüringen spürbare Klimakrise. Sie verlangt nach frühzeitiger und vorausschauende Anpassung an die Folgen in allen Lebensbereichen.

  • Bereitstellung von räumlich hoch aufgelösten Klimamodelldaten der Vergangenheit und der Zukunft für Thüringen
  • räumlich differenzierte Analyse der klimasensitiven Handlungsfelder des Freistaates hinsichtlich der Chancen und Risiken des Klimawandels
  • Erarbeitung von handlungsfeldspezifischen Maßnahmenportfolios zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels unter intensiver Beteiligung der zuständigen Ministerien und deren nachgeordneter Fachbehörden sowie
  • Erarbeitung von Indikatoren für ein Monitoring von Klimafolgen- und Klimaanpassungsmaßnahmen.

Das vorliegende Programm stellt die fachliche Grundlage für den weiteren kooperativ-strategisch ausgerichteten Weg zur Anpassung an den Klimawandel im Freistaat Thüringen dar. Auf diesem Weg will die Landesregierung die Anpassungskapazität der einzelnen Handlungsfelder erhöhen und deren Verwundbarkeit durch den Klimawandel verringern. Gleichzeitig soll das Anpassungserfordernis künftig in alle relevanten behördlichen und privaten Entscheidungen einfließen.

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