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Abfallvermeidung

Ein Leitgedanke im Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes ist es, Abfälle zu vermeiden – also gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Abfallvermeidung steht vor der Vorbereitung zur Wiederverwendung, dem Recycling, der sonstigen Verwertung und Beseitigung in der Abfallhierarchie an oberster Stelle. Maßnahmen zur Abfallvermeidung erstrecken sich auf den industriellen, den kommunalen sowie den Bereich der öffentlichen Verwaltung und sind auch für das Verhalten von Bürgern von Bedeutung. Unter anderem tragen die Wiederverwendung von Erzeugnissen, die Verlängerung ihrer Lebensdauer und ein Konsumverhalten, das auf den Erwerb von abfall- und schadstoffarmen Produkten und die Nutzung von Mehrwegverpackungen gerichtet ist, zur Abfallvermeidung bei. Im Produktionsprozess können Abfälle durch die anlageninterne Kreislaufführung von Stoffen oder eine abfallarme Produktgestaltung vermieden werden.

Die Europäische Union hat im Jahr 2008 den Mitgliedstaaten eine Abfallrahmenrichtlinie vorgegeben, die der Abfallvermeidung die höchste Priorität in der fünfstufigen Hierarchie zuweist. Um dieses Ziel umzusetzen sind die Mitgliedstaaten der EU aufgefordert, Abfallvermeidungsprogramme zu erstellen und fortzuschreiben. 2013 hat das Bundeskabinett das erste Abfallvermeidungsprogramm des Bundes und der Länder verabschiedet, das seitdem jährlich fortgeschrieben wird.

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