Fördermöglichkeiten für private Bauherren sowie kommunale Aufgabenträger der Trinkwasserversorgung

Richtlinie für die Förderung ausgewählter Vorhaben einer privaten beziehungsweise öffentlichen Trinkwasserversorgung sowie von Anlagen zum Erstanschluss an die Fernwasserversorgung im Freistaat Thüringen des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (Förderrichtlinie Sonderprogramm Trinkwasserinfrastruktur ländlicher Raum, TIS-RL)

Ziel dieser Richtlinie ist die Anschlussgraderhöhung an eine dem Stand der Technik entsprechende Trinkwasserversorgung zur qualitativen Verbesserung und quantitativen Sicherung der Bereitstellung von Trinkwasser.

  • Gegenstand der Förderung sind folgende Anlagen bzw. Vorhaben:

    1. Brunnen, Aufbereitungsanlagen, Leitungen für einzelne oder mehrere zur dauerhaften Wohnnutzung genutzte Grundstücke im Außenbereich, für die der kommunale Aufgabenträger nicht versorgungspflichtig ist, sowie die Kosten einer Beratung für den Grundstückseigen­tümer bzw. Erbbauberechtigten;
    2. Fassungsanlagen, Verbindungsleitungen, Hochbehälter, Ortsnetze, sonst. Anlagen der lokalen Wasserversorger, sofern sie zur erstmaligen Errichtung einer öffentlichen Wasserver­sorgung für Grundstücke im Innenbereich;
    3. Anlagen zum Anschluss lokaler Wasserversorgungsanlagen an Anlagen der Fernwasserversorgung.
  • Zu a)    Private Bauherren (Grundstückseigentümer oder Erbbauberechtigte) sowie Zusammenschlüsse von diesen;

    Zu b)    Körperschaften des öffentlichen Rechts, insbesondere Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände, Wasser- und Bodenverbände, die Träger der Aufgabe der Abwasserentsorgung sind;

    Zu c)    Körperschaften des öffentlichen Rechts, insbesondere Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände, Wasser- und Bodenverbände, die Träger der Aufgabe der Abwasserentsorgung sind.

  • Die Zuwendungen werden als Projektförderung mit Anteilsfinanzierung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Die Gewährung erfolgt auf der Grundlage der zuwendungsfähigen Ausgaben:

    Ausgaben für Bauleistungen (netto) für die trinkwassertechnischen Anlagen am Investitions­stand­ort,

    Nachgewiesene Beratungs- und Planungsleistungen im Fall der Förderung nach a).

    Zu a)    85 % für nachgewiesene Beratungs- und Planungsleistungen, Technik und Installation (Mindest­betrag der Zuwendungen 1.000 EUR, Höchstbetrag der Zuwendungen beträgt 22.000 EUR je angeschlossenem Grundstück, eine höhere Zuwendung ist in begründeten Ausnah­me­fällen zulässig);

    Zu b)    65 % der anfallenden Investitionsausgaben (Höchstbetrag der Zuwendungen 20.000 EUR je neu anzuschließendem Grundstück);

    Zu c)    50 % der anfallenden Investitionsausgaben.

Weitere Voraussetzungen zur Förderung, Antragsstellung und Bewilligung sind der entsprechenden Richtlinie zu entnehmen.

Geltungsdauer der Richtlinie: 31.12.2022

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