"E-Mobil Invest" - Förderung der Elektromobilität in Thüringen

Unsere überarbeitete Förderrichtlinie kombiniert etablierte und neue Förder-Instrumente für Elektromobilität. Neben gemeinnützigen Vereinen und Wohlfahrtsverbänden werden jetzt auch Wohnungsbaugenossenschaften bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen und Ladepunkten unterstützt. Über das Programm wird der Einstieg in die Elektromobilität jährlich mit bis zu 385.000 Euro gefördert.

Was wird gefördert?

Kauf von Elektrofahrzeugen

Der Kauf von rein elektrisch betriebenen und Brennstoffzellen-Fahrzeugen wird mit einem Fördersatz von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben pro Fahrzeug unterstützt. Dies umfasst die Anschaffung von Pkw, Kleintransportern und Nutzfahrzeugen. Auch das Leasing von Fahrzeugen ist möglich.

Die Höhe des Maximalbetrags einer Zuwendung ist vom max. zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs abhängig. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von max. 3,5 t beträgt die Förderung maximal 8.000,- Euro. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen bis 7,5 Tonnen liegt die maximale Fördersumme bei 20.000,- EUR. Schwere Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen werden mit bis zu 100.000 Euro gefördert.

Außerdem werden die Kosten für die Installation der benötigten Ladeinfrastruktur der über diese Richtlinie geförderten Elektrofahrzeuge unterstützt, auch wenn diese nicht öffentlich zugänglich ist. Hier reduziert sich der maximale Förderbetrag um die Hälfte auf max. 25 Prozent.

Umrüstung von Nutzfahrzeugen auf E-Antrieb

Bestehende Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge  auf Elektroantrieb umzurüsten ist insbesondere dort eine Option, wo Fahrzeuge einen langen Lebenszyklus haben oder Elektrofahrzeuge noch nicht auf dem Markt verfügbar sind.

Die Höhe der max. möglichen Förderung ist vom zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs abhängig. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von max. 7,5 t werden höchstens 40 Prozent bzw. 20.000 Euro der Umrüstungskosten übernommen. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t liegt die maximale Fördersumme bei 100.000 EUR je Fahrzeug.

Installation öffentlicher Ladesäulen

Im Rahmen der Thüringer Ladeinfrasturktur-Strategie (LISS) fördert das Land den Aufbau eines flächendeckenden E-Tankstellennetzes. Bis zum Jahr 2020 installieren die kommunalen Energieversorger ein gemeinsames Netz aus 340 Normal- und 70 Schnell-Ladesäulen. Ein Mindestbestand von 410 Ladesäulen wird flächendeckend für Anschluss sorgen, maximal 30 Kilometer werden zwischen den Lade-Gelegenheiten liegen.

Mit bis zu 50 Prozent der Kosten werden öffentliche Normal- und Schnellladesäulen gefördert. Die Höhe der Förderung ist bei Normalladepunkte auf max. 6.000 Euro und für Schnelladepunkte auf 20.000 Euro begrenzt.  Zu den zuwendungsfähigen Ausgaben zählen die Beschaffung und Modernisierung  von Ladesäulen, Netzanschluss, Kabel, Leistungselektronik, Kennzeichnung, Parkplatzmarkierung, Parkplatzsensoren, Anfahrschutz, Beleuchtung, Wetterschutz, Tiefbau, Fundament, Installation und Inbetriebnahme und WLAN-Ausstattung.

Für die volle Förderung muss die Ladesäule 24h pro Tag an 7 Tagen der Woche öffentlich zugänglich sein. Andernfalls sinkt die Förderquote um 20 Prozent.

Grundvoraussetzung für die Förderung ist der Betrieb der Ladesäule mit Strom aus erneuerbarer Energie (zertifizierter Grünstrom-Liefervertrag) oder mit Strom aus vor Ort eigenerzeugter erneuerbarer Energie (z.B. aus eigener PV-Anlage).

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind kommunale Unternehmen mit mindestens 25 % kommunaler Beteiligung und eigener Rechtspersönlichkeit, im Genossenschaftsregister eingetragene Wohnungsbaugenossenschaften (e.G.), Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus sowie deren Stiftungen, Anstalten und Stiftungen öffentlichen Rechts, Vereine mit Gemeinnützigkeitsstatus, die im Vereinsregister eingetragen sind sowie gemeinnütze Organisationen und Wohlfahrtsverbände mit Sitz im Freistaat Thüringen. Das zu fördernde Projekt muss in Thüringen durchgeführt werden.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Es handelt sich um eine Projektförderung in Form einer Anteilsfinanzierung.

Ansprechpartner und nähere Informationen

Anträge auf Gewährung einer Zuwendung sind unter Verwendung der vorgegebenen Formulare schriftlich an die Thüringer Aufbaubank zu richten. Weitere Informationen sind unter http://www.aufbaubank.de zu finden.

Grundsätzliche Fragen zu Fördermöglichkeiten im Bereich der nachhaltigen Mobilität richten Sie bitte an das

Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
Referat 36: Nachhaltige Mobilität
Beethovenstraße 3
99096 Erfurt

Tel: 0361 57391 – 1360
Fax: 0361 57391 – 1302

E-Mail: poststelle@tmuen.thueringen.de

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