"E-Mobil Invest" - Förderung der Elektromobilität in Thüringen

Unsere überarbeitete Förderrichtlinie kombiniert etablierte und neue Förder-Instrumente für Elektromobilität. Neben Kommunen und deren Unternehmen, gemeinnützigen Vereinen, Wohlfahrtsverbänden und Pflegeanbietern werden jetzt alle privatrechtlichen Unternehmensformen bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen und dem Ausbau öffentlicher Ladepunkte unterstützt.

  • Kauf von Elektrofahrzeugen

    Der Kauf von rein elektrisch betriebenen und Brennstoffzellen-Fahrzeugen wird mit einem Fördersatz von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben pro Fahrzeug unterstützt. Werden die Fahrzeuge zusätzlich angeschafft, ersetzen also keine Bestandsfahrzeuge, beträgt der Fördersatz max. 30 Prozent. Die Förderung umfasst die Anschaffung von Pkw, Kleintransportern und Nutzfahrzeugen. Auch das Leasing von Fahrzeugen ist möglich. Wenn eine Förderung des Fahrzeuges über den Umweltbonus des Bundes förderfähig ist, kann keine zusätzliche Förderung (Doppelförderung) über E-Mobil Invest erfolgen.

    Die Höhe des Maximalbetrags einer Zuwendung ist von dem max. zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs abhängig.

    Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von max.:

    • 3,5 Tonnen beträgt die Förderung:

      • für Unternehmen maximal 4.000 Euro
      • für kommunale Unternehmen, Wohnungsbaugenossenschaften (e.G.), Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus sowie deren Stiftungen, Anstalten, Körperschaften und Stiftungen öffentlichen Rechts, Vereine mit Gemeinnützigkeitsstatus sowie gemeinnütze Organisationen, Wohlfahrtsverbände und private Pflegeanbieter max. 8.000,00 Euro und
      • für Landkreise, Kommunen und kommunale Zweckverbände max. 12.000 Euro
    • für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen bis 7,5 Tonnen liegt die maximale Fördersumme bei 20.000,- EUR.

    • schwere Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen werden mit bis zu 100.000 Euro gefördert.

    Außerdem werden die Kosten für die Installation der benötigten Ladeinfrastruktur der über diese Richtlinie geförderten Elektrofahrzeuge unterstützt, auch wenn diese nicht öffentlich zugänglich ist. Hier reduziert sich der maximale Förderbetrag um die Hälfte auf max. 25 Prozent bzw. max. 3.000,- Euro.

    Bis zu dreirädrige leichte Elektrofahrzeuge als Pedelecs, Elektrofahrräder sowie Elektrokraftfahrzeuge (nach Klassifizierung der EG-Fahrzeugklassen L1e bis L7e) sowie die benötigte Ladeinfrastruktur und Abstellanlagen für bis zu dreirädrige E-Fahrzeuge sind ausschließlich für Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und Landkreise des Freistaates Thüringen förderfähig.

    Umrüstung von Nutzfahrzeugen auf E-Antrieb

    Bestehende Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge auf Elektroantrieb umzurüsten ist insbesondere dort eine Option, wo Fahrzeuge einen langen Lebenszyklus haben oder Elektrofahrzeuge noch nicht auf dem Markt verfügbar sind.

    Die Höhe der max. möglichen Förderung ist vom zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs abhängig. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von max. 7,5 t werden höchstens 40 Prozent bzw. 30.000 Euro der Umrüstungskosten übernommen. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t liegt die maximale Fördersumme bei 100.000 EUR je Fahrzeug.

    Installation öffentlicher Ladepunkte

    Im Rahmen der Thüringer Ladeinfrastruktur-Strategie (LISS) fördert das Land auch weiterhin den Aufbau eines flächendeckenden E-Tankstellennetzes. Die inzwischen realisierte Zielstellung bis Ende 2020 war es, gemeinsam mit den kommunalen Energieversorgern einen Mindestbestand von 410 Ladesäulen mit maximal 30 Kilometern Abstand zwischen den Lade-Gelegenheiten aufzubauen.

    Die Förderung öffentlicher und halböffentlicher Ladepunkte gestaltet sich nunmehr analog der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur des Bundesverkehrsministeriums. Mit bis zu 50 Prozent der Kosten werden öffentliche Normal- und Schnellladesäulen gefördert. Die Höhe der Förderung ist

    • je Normalladepunkt bis einschließlich 22 kW auf max. 3.000 Euro,
    • je Schnellladepunkt größer 22 bis kleiner als 100 kW auf max. 12.000 Euro und
    • je Schnelladepunkt ab einschließlich 100 kW auf max. 30.000 Euro begrenzt.

    Ergänzend kann der Netzanschluss pro Standort mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden. Die Förderung beträgt für den Anschluss an das Niederspannungsnetz max. 5.000 Euro und an das Mittelspannungsnetz max. 50.000 Euro.

    Zu den zuwendungsfähigen Ausgaben zählen die Beschaffung und Modernisierung von Ladesäulen, Netzanschluss, Kabel, Leistungselektronik, Kennzeichnung, Parkplatzmarkierung, Parkplatzsensoren, Anfahrschutz, Beleuchtung, Wetterschutz, Tiefbau, Fundament, Installation und Inbetriebnahme, WLAN-Ausstattung, Pufferspeicher und die Ertüchtigung eines bestehenden Netzanschlusses.

    Für die volle Förderung muss die Ladesäule 24h pro Tag an 7 Tagen der Woche öffentlich zugänglich sein. Andernfalls sinkt die Förderquote um 20 Prozent. Grundvoraussetzung für die Förderung ist der Betrieb der Ladesäule mit Strom aus erneuerbarer Energie (zertifizierter Grünstrom-Liefervertrag) oder mit Strom aus vor Ort eigenerzeugter erneuerbarer Energie (z.B. aus eigener PV-Anlage).

    Studien und Gutachten zum Wechsel auf alternative Antriebe

    Mit der überarbeiteten Förderrichtlinie werden auch Studien, Gutachten und Machbarkeitsstudien zur Beantwortung ökonomischer, rechtlicher und organisatorischer Fragestellungen im Vorfeld der Umstellung von Fuhrparken auf Elektromobilität gefördert. Hierfür sind Förderungen in Höhe von bis zu 75 Prozent bzw. max. 20.000 € je Antragsteller möglich.

  • Antragsberechtigt sind:

    • juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts
    • natürliche Personen, soweit diese wirtschaftlich tätig sind (bspw. Freiberufler und Selbständige) sowie
    • Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und Landkreise des Freistaates Thüringen.

    Das zu fördernde Projekt muss in Thüringen durchgeführt werden.

  • Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Es handelt sich um eine Projektförderung in Form einer Anteilsfinanzierung.

  • Anträge auf Gewährung einer Zuwendung sind unter Verwendung der vorgegebenen Formulare schriftlich an die Thüringer Aufbaubank zu richten. Weitere Informationen sind unter http://www.aufbaubank.de zu finden.

    Grundsätzliche Fragen, auch zu weiteren Fördermöglichkeiten im Bereich der nachhaltigen Mobilität, richten Sie bitte an das

    Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
    Referat 36: Nachhaltige Mobilität
    Beethovenstraße 3
    99096 Erfurt

    Tel: 0361 57391 – 1360
    Fax: 0361 57391 – 1302

    E-Mail: poststelle@tmuen.thueringen.de

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