Ministerin

Anja Siegesmund

Persönliche Angaben

geboren 1977 in Gera
verheiratet
3 Kinder
evangelisch

Ausbildung und Studium

Studium der Politikwissenschaft, Germanistik und Psychologie an der FSU Jena und an der Louisiana State University, Baton Rouge (USA); Stipendiatin des DAAD; Abschluss als M.A. in 2002 in Jena

Beruflicher Werdegang

seit 2002 Mitglied von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen
von 2003 – 2008 Referentin im Wahlkreisbüro von Katrin Göring-Eckardt MdB
von 2004 – 2012 Kreissprecherin des KV Jena
seit 2009 Mitglied im Thüringer Landtag und bis Dezember 2014 Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen
05.12.2014 - 05.02.2020 Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz
seit 27.10.2019 Mitglied im Thüringer Landtag
seit 04.03.2020 Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz

Sonstiges

Mitglied des Stadtrates Jena, seit 2019
Mitglied des Bundesrates, seit 2014
Zweite Stellvertreterin des Ministerpräsidenten, seit 2015
Vorsitzende im Aufsichtsrat der Thega, seit 2016
Mitglied DAKT e.V., seit 2005
Mitglied Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen, seit 2010
Mitglied BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, seit 2012
Ministerin Anja Siegesmund
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (© Foto: Andreas Pöcking)

Reden der Ministerin

Ausgewählte Reden von Ministerin Anja Siegesmund

  • Sehr geehrte Frau Präsidentin,

    sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

    werte Gäste,

    Rekorde bezüglich Wetter und Klima werden offensichtlich zur Normalität

     

    Auf der letzten Weltklima-Konferenz in Madrid wurde auch bekannt, dass Deutschland nach einem Ranking von (der Entwicklungsorganisation) Germanwatch im vergangenen Jahr zu den drei am stärksten von Extremwetter (Hitzewellen, Stürme und Dürren) betroffenen Staaten gehörte (neben Japan und den Philippinen).

    2019 war das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, wie der Deutsche Wetterdienst um den Jahreswechsel verkündete. Auch die CO2-Konzentration in der Atmosphäre erreichte 2019 einen Höchststand. Laut Weltorganisation für Meterologie (WMO) liegt sie inzwischen so hoch wie seit 15 Millionen Jahren nicht mehr.

    Und die Auswirkungen dieser Entwicklungen spüren wir mittlerweile auch direkt vor unserer Haustür: kaum Schnee mehr im Winter, sterbende Fichten im Thüringer Wald, ausgetrocknete Trinkwasserbrunnen im Sommer.

    Sie alle erinnern sich an die letzten beiden Hitze- und Dürresommer. Wir alle kennen diese Fakten! Und wir haben die Verantwortung für unseren Planeten, für unsere Umwelt, für unsere Zukunft und für die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Schnelles Handeln heißt deshalb die Devise – die uns im Übrigen auch nahezu alle seriösen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dringend nahe legen!

    Anrede,

    Die Einforderung der Senkung der Treibhausgasemissionen und die Anpassung an den Klimawandel ist eine Überlebensfrage. Wir brauchen Klimaschutz auf allen Ebenen, denn wenn wir es nicht schaffen, unseren CO2-Ausstoß massiv zurückzufahren und den Temperaturanstieg auf der Erde zu begrenzen, werden wir Probleme in einem Ausmaß bekommen, die wir uns jetzt im Einzelnen noch gar nicht vorstellen können.

    Und Sie, meine Damen und Herren von der AfD, wischen diese Tatsachen einfach vom Tisch! Wo ist Ihr konstruktiver Vorschlag für Klimaschutz, wo sind ihre Lösungen gegen die Klimakrise? [...]

    Anmerkung: Den kompletten Text können Sie hier herunter laden:
     

  • „Von Paris nach Thüringen: Klimapolitik der Thüringer Landesregierung“

    Sehr geehrte Frau Präsidentin,
    sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
    werte Gäste,

    1,4 Millionen Menschen haben vor genau einer Woche auf Deutschlands Straßen für eine engagierte und mutige Klimapolitik demonstriert. Auch hier in Thüringen waren Tausende unterwegs. Das war ein kraftvolles, ein deutliches Signal. Am selben Freitag wurde deutlich, warum diese Demonstrationen so notwendig sind: Die Bundesregierung hat ein Klimapaket vorgestellt, das zu viele Lücken lässt. Das,was jetzt vorliegt, reicht nicht, damit Deutschland sein Versprechen für den internationalen Klimaschutz einhält. Die Vereinbarungen von Paris sind der Maßstab; das Ziel, die Erderhitzung auf unter 2 Grad zu begrenzen. Diesem Ziel wurden die Ergebnisse des Klimakabinetts nicht gerecht. So wie Deutschland schon an den Klimazielen für 2020 gescheitert ist, rücken durch den kleinsten gemeinsamen Nenner auch die Klimaziele für 2030 in weite Ferne. Damit können wir uns auch in Thüringen nicht abfinden. So wie das Klimagesetz in Thüringen Leitplanken setzt, brauchen wir für Deutschland ein Klimaschutzgesetz. Nur der gesetzliche Rahmen schafft Planungssicherheit in der Wirtschaft - mit den klaren Zielvorgaben und C02-Reduktionspfaden für alle Sektoren - sei es im Energie-und Gebäudebereich, der Landwirtschaft, dem Verkehr. Und wir brauchen Klimaschutz als Staatsziel im Grundgesetz, um künftige Entscheidungen daran messen zu können. Hier müssen am 11. Oktober 2019 alle Länder die Karten auf den Tisch legen. Dann stellen wir den Thüringer Antrag auf Aufnahme von Klimaschutz ins Grundgesetz zur Abstimmung.Für Thüringen steht im Vordergrund: Wir brauchen mitderEnergiewende einen Fahrplan für 100 Prozent saubere Energie–so wie wir es auch im Klimagesetz in Thüringen fixiert haben. Dafür brauchen wir die klaren gesetzlichen Regeln im Bund, die für alle gleichermaßen gelten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss genauso gestärkt werden wie der Ausbau der Speicher.

    Die Klimakrise und damit auch die Themen Klimaschutz sowie Anpassung an die unvermeidbaren Folgen der Klimakrise betreffen uns alle. Es geht um unsere Zu-kunft, und um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder, die genau wie wir das Recht haben, in einer lebenswerten Welt zu wohnen. Der Klimaforscher Prof. Schellnhuber hat völlig Recht, wenn er mahnt, dass die globale Erwärmung die „größte längerfristige Bedrohung unserer modernen Zivilisation“ sei. Das bedeutet auch, dass alle in der Verantwortung sind: international, national und regional. Ver-antwortung kann nicht einfach auf andere Länder oder höhere Ebenen geschoben werden. Überall muss etwas passieren, auch die Regionen sind in der Verantwor-tung. Es geht um unsere Zukunftsfähigkeit und deswegen will ich an dieser Stelle auch sehr klar sagen: Nicht handeln können wir uns nicht leisten. Deshalb sind wir aktiv. Um unsere Natur, unser schönes Thüringen zu schützen. Und um das Riesenpoten-zial zu heben, das alle Akteure im Freistaat -gerade auch aus den verschiedenen Bereichen der Wirtschaft und Wissenschaft -zum Klimaschutz beitragen können. Es geht um einelebenswerte Umwelt, eine starke Wirtschaft und den Erhalt unseres Wohlstands. [...]

     

    Anmerkung: Den kompletten Text können Sie hier herunter laden:

  • Einbringung des Thüringer Gesetzes zur Neuordnung des Wasserwirtschaftsrechts

    Rede zur Einbringung des Wassergesetzes im Plenum des Thüringer Landtags am 24. Mai 2018

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  • Umweltministerin Anja Siegesmund, mit verschränkten Armen in einem Park
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  • Umweltministerin Anja Siegesmund
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  • Umweltministerin Anja Siegesmund, sitzend auf einer Treppe
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  • Motiv 4JPEG-Format; RGB;1620 x 1080 Pixel; © Andreas Pöcking819 KB
  • Motiv 5JPEG-Format; RGB;1881 x 2250 Pixel; © Andreas Pöcking30 KB


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