Thüringentour von Umweltministerin Siegesmund „Miteinander reden“ in Sömmerda

24.09.2020 · 18:30 Uhr · Volkshaus Sömmerda, Weißenseer Str. 33/35, 99610 Sömmerda

Zur zweiten Auflage des Formats „Miteinander Reden“ kamen rund 50 Gäste ins Volkshaus von Sömmerda. Der Landkreis ist vor allem von der Landwirtschaft geprägt, 80 Prozent sind Ackerfläche. Das zeigte sich auch deutlich in den Themen, über die am Abend lebhaft diskutiert wurde.

Neben Fragen zu Mobilität auf dem Land und Photovoltaik auf Agrarflächen bestimmten vor allem die aktuelle Mäuseplage, Hamsterschutz und Wertschätzung für die Arbeit im Agrarbereich weite Teile der rund 90-minütigen Diskussion.

Dabei stellte Umweltministerin Anja Siegesmund klar, warum es keine simplen Lösungen im Kampf gegen die derzeitige Mäuseplage geben kann. Die letzten Exemplare des Feldhamsters leben im Thüringer Becken, sein Schutz habe höchste Priorität. Gelinge dies nicht, so prognostizieren Experten, würde der Feldhamster in 5 Jahren ausgerottet sein. Damit drohe nicht nur ein teures Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Union, sondern würde ein weiteres Stück Artenvielfalt unwiederbringlich verloren gehen.

Aktuell müssen Landwirte, die auf Flächen mit dem Schutzstatus „FFH-Gebiet“ Giftköder auslegen wollen, durch Gutachter belegen, dass keine Baue von Feldhamstern existieren. Das sichert den Landwirten das legale Ausbringen der sog. Rodentizide.

veröffentlicht von: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

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