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Siegesmund zum Frauentag


Liebe Frauen, vor 100 Jahren wurde der 8. März zum festen Datum des Internationalen Frauentags – in Erinnerung an den Streik von Frauen des Petrograder Rüstungsbetriebs „Putilow“ am 8. März 1917, der sich zur sogenannten Februarrevolution ausweitete.

mehrere gemalte Frauen

Seitdem sind wir viele Schritte in Richtung Gleichberechtigung gegangen, aber von Parität in Vorständen, in den Landesparlamenten oder im Bundestag sind wir noch immer weit entfernt. In der Corona-Pandemie zeigt sich zudem: in den Familien sind es stärker die Frauen, die jetzt die Mehrbelastung mit Homeschooling, Homeoffice und Homework schultern. Selbst Paare, die eine faire Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit leben wollen, werden in der aktuellen Lage oft auf traditionelle Modelle zurückgeworfen.

Viele haben schon einmal von der Gender-Pay-Gap gehört, also der Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen. Im Schnitt sind die Brutto-Arbeitslöhne von Frauen rund 20 Prozent geringer als die von Männern. Weniger bekannt ist die sogenannte Gender-Care-Gap. Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt: Frauen leisten 52 Prozent mehr Sorgearbeiten als Männer, also die Arbeiten, die im Haushalt, bei der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen anfallen. Durchschnittlich 4,5 Stunden täglich arbeiten Frauen also kostenlos – das sind über 1600 Stunden unbezahlte Care-Arbeit im Jahr. In der aktuellen Situation verschärft sich dieser Effekt. Umso wichtiger ist das diesjährige Motto des Weltfrauentages: „Frauen in Führungspositionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt“. Ein Aufruf, die Hürden abzubauen, die noch immer Frauen den Weg nach oben versperren.

Ihre Anja Siegesmund

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