Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Zulassungsverlängerung für Glyphosat vorerst gescheitert: Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund fordert klare Haltung der Bundesregierung

16070

Nach monatelangen Verhandlungen konnten sich die EU-Staaten heute in Brüssel nicht auf die Zulassungsverlängerung für das umstrittene Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat verständigen.

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund bewertet das heutige Votum als Etappensieg und fordert ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Glyphosat- Verzicht: „Die Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen ist durch den massiven Glyphosat-Einsatz seit Jahren rückläufig. Auch die Flüsse und Seen leiden unter dem Herbizid, das sogar im Trinkwasser nachzuweisen ist. Um Mensch und Umwelt zu schützen, brauchen wir einen Komplettverzicht auf Glyphosat. Ich fordere daher eine klare Haltung der Bundesregierung gegen die weitere Zulassung.“

 

Hintergrund:

Neben den direkten Auswirkungen auf die Umwelt stehen die möglichen Folgen des Wirkstoffs auf die Gesundheit des Menschen. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das Mittel seit 2015 als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein.

Mit der heutigen Entscheidung wird eine weitere Abstimmung im Vermittlungsausschuss nötig. Sollte diese ebenfalls ohne Ergebnis bleiben, entscheidet die EU-Kommission. Die Zulassung für das meistverwendete Pflanzenschutzmittel in Deutschland läuft Ende des Monats aus.

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: