Umweltstaatssekretär Möller: „Wir freuen uns über den ersten echten Wolfsnachwuchs in Thüringen, sind aber in Gedanken auch bei den Sorgen und Nöten der Weidetierhalter." Artenschutz: Erster Wolfnachwuchs in Thüringen seit 150 Jahren


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Thüringen hat erstmals nach mehr als 150 Jahren wieder ein echtes Wolfsrudel. Am frühen Morgen des 27. Juli, gegen 3 Uhr tappten zwei Welpen in der Nähe von Ohrdruf in eine Fotofalle.

Wolfwelpen in der Fotofalle (©TMUEN)
Am frühen Morgen des 27. Juli, um 2:52 Uhr tappten die 2 Welpen erstmal in eine Fotofalle.(Foto: Thüringer Umweltministerium)
Wolfwelpen in der Fotofalle
Wolfwelpen in der Fotofalle
Wolfwelpen in der Fotofalle (©TMUEN)
Foto: Thüringer Umweltministerium

„Wir freuen uns über das erste echte Wolfsrudel in Thüringen seit 150 Jahren. Das ist ein Erfolg für den Artenschutz. Gleichzeitig bleiben wir an der Seite der Schäferinnen und Schäfer, um den maximalen Schutz ihrer Herden zu ermöglichen“, sagte Umweltstaatssekretär Olaf Möller.

Die Aufnahmen zeigen jeweils zwei Jungtiere, die phänotypisch mitteleuropäischen Wolfswelpen entsprechen. Der genetische Nachweis steht jedoch noch aus. Mit dem Nachweis des Wolfsnachwuchses wechselt der Status des Wolfsvorkommens bei Ohrdruf von „Paar“ auf „Rudel“.

Auf den vorliegenden Bildern läuft um 2.49 Uhr erst die Wölfin durch das Blickfeld der Kamera, drei Minuten später folgen ihr zwei Welpen. Der zweite Nachweis der Jungtiere gelang am Abend desselben Tages. Um 22:23 Uhr lichteten die Kameras erneut beide Welpen ab. Es sind die einzigen vorliegenden Aufnahmen, die den bislang vermuteten Wolfnachwuchs bestätigen.

Die genaue Anzahl und das Geschlecht der Welpen sind nicht bekannt. Über die Fotofallenaufnahmen ist lediglich gesichert, dass es sich um mindestens zwei Tiere handelt. Die jungen Wölfe sind zum jetzigen Zeitpunkt etwa 3 Monate alt. Meist bleiben die Nachkommen bis zu ihrer Geschlechtsreife im Alter von 1 – 2 Jahren im Rudelverband.

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: