Siegesmund: „Leise und klimafreundlich – das ist die Zukunft der Busse“ Verkehrswende: Wasserstoff soll Regionalbusse in vier Landkreisen und der Stadt Weimar antreiben


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Das Thüringer Umweltministerium fördert eine landkreisübergreifende Machbarkeitsstudie zur Umstellung regionaler Busse auf Wasserstoffantrieb. Dafür erhält der Landkreis Weimarer Land 75.000 EUR Fördermittel.

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Die Studie unter Federführung des Landratsamtes in Apolda untersucht den möglichen Einsatz von 12 bis 15 wasserstoffbetriebenen Elektrobussen in den Landkreisen Weimarer Land, Sömmerda und Sonneberg. Dazu kommt die Stadt Weimar und der Nahverkehrsverband Saale-Orla.

„Leise und klimafreundlich – das ist schon heute die Zukunft der Regionalbusse. Mit grünem Wasserstoff, regional erzeugt aus Sonne und Wind, kann der regionale Nahverkehr in Thüringen zum Vorreiter der Verkehrswende werden. Das wollen wir gern unterstützen“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund.

Die Machbarkeitsstudie soll die Rahmenbedingungen für den langfristigen Einsatz von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien als Treibstoff klären. Ergebnisse sollen im März 2021 vorliegen.

Das Thüringer Umweltministerium fördert nicht nur Machbarkeitsstudien zum Einsatz sauberer Busse, sondern finanziert auch die Umsetzung in der Pilotphase. Damit starteten seit 2017 in ganz Thüringen erste Projekte mit Elektrobussen im Nahverkehr. Bislang setzen Bad Langensalza, Bad Salzungen, Jena, Eisenach, Suhl, Zella-Mehlis, Nordhausen, Heiligenstadt und Meiningen auf Elektrobusse. In Jena und Eisenach fahren bereits die ersten Fahrzeuge im Linienbetrieb, in weiteren Städten steht der Echtbetrieb kurz bevor.

 

Hintergrund

Mit der Förderung unterstützt das Umweltministerium die Thüringer Nahverkehrsanbieter bei der Umstellung auf saubere Antriebe. Ab Sommer 2021 gelten erstmals neue Öko-Kriterien beim Kauf von Neufahrzeugen. So müssen laut EU-Richtlinie 2019/1161 (Green-Vehicle-Richtlinie) ab August 2021 bis August 2025 mindestens 45% der durch öffentliche Auftraggeber neu angeschafften Busse über saubere Antriebe verfügen. Im Zeitraum von 2026 bis 2030 steigt dieser Anteil auf 65 Prozent.

 

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