Siegesmund: „Thüringen macht Tempo bei Klimafragen und dem Herzensprojekt Grünes Band“ Umweltministerkonferenz: Siegesmund wirbt für gemeinsame Niedrigwasserstrategie der Länder und gemeinsame Initiative „Grünes Band als UNESCO Weltkultur- und Naturerbe“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

„Die vergangenen Sommer haben deutlich gemacht, wie kostbar unser Wasser gerade in Trockenzeiten ist - für unsere Wälder, für die Landwirtschaft, für uns alle. Wir brauchen auch im Bund eine Niedrigwasserstrategie, die wir bereits für Thüringen entwickeln.

Fluss Gera in Erfurt Gispersleben

Es geht darum, unser verfügbares Wasser effizienter zu nutzen und zu schützen“, führte Umweltministerin Siegesmund auf der digitalen UMK aus. Das Thüringer Umweltministerium will bis zum Jahresende eine umfassende Niedrigwasserstrategie für Thüringen vorlegen. Hier sollen auch andere Ressorts und Fachbereiche ihren Beitrag leisten. Dazu gehören etwa der Waldumbau zum Erhöhen des Wasserrückhalts, das Reduzieren des Wasserbedarfs in der Landwirtschaft durch trockenresistente Sorten oder die sogenannte Schwammstadt, ein besserer Wasserrückhalt in der Stadtentwicklung. Ein Niedrigwasserportal wurde dazu schon online freigeschaltet.

„Der auf der UMK beschlossene Antrag auf Initiative von Thüringen „Risiken durch anhaltende Trockenheit minimieren – vorausschauend Handlungsbedarfe identifizieren und Lösungen entwickeln (Anhang) stellt heraus, dass die Klimakrise Ursache der anhaltenden und länger werdenden Trockenphasen ist. Wir bereiten uns deshalb jetzt vor.“ Veränderungen der Grundwasserstände, des Bodenwasserhaushaltes und immer häufiger auftretenden Niedrigwassersituationen seien, so der Beschluss, die Konsequenz und haben erhebliches Schadenspotential. Die Umweltministerkonferenz bittet die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) auf der Grundlage der in 2007 erarbeiteten Leitlinien für ein nachhaltiges Niedrigwassermanagement Vorschläge zu erarbeiten, wie das Umsetzen der Maßnahmen verstärkt und zu einem effektiven Management zum Umgang mit Wassermangel weiterentwickelt werden können. Dabei sind unter anderem Fragen der Verbesserung der Vorhersage- und Warnsysteme, der Risikobewertung und -kommunikation, der Aufklärung der Bevölkerung, von Maßnahmen der Vorsorge bis hin zu Verhaltensweisen im Krisenfall und der Versorgung der Bevölkerung sowie Aspekte der vorsorgenden Raum- und Flächennutzung, des Bodenschutzes und der Stadtplanung zu berücksichtigen.

Beim abendlichen Kamingespräch mit der Bundesumweltministerin warb Thüringen bei Bund und Ländern für einen zügigen Bewerbungsprozess als gemischtes UNESCO-Weltkultur und Weltnaturerbe. „Für mich ist das ein Herzensprojekt“, machte Siegesmund klar. „Es kommt gerade heute darauf an, eine Erinnerungskultur entlang des ehemaligen Todesstreifens zu ermöglichen, die europäische Dimension als einmaliges Friedensprojekt mitzudenken und den einmaligen Naturschatz vor unserer Haustür mit einer unnachahmlichen Artenvielfalt auf die weltweite Bühne zu heben. Dafür steht das Grüne Band. Damit das gelingt, haben wir uns in Abstimmung mit den anderen Ländern bereit erklärt, eng mit dem BMU bei der Erstellung des Fachdossiers für den Nominierungsprozess finanziell und inhaltlich mitzuwirken. Es geht jetzt darum, aufbauend auf dem von uns in 2020 initiierten UMK-Beschluss, zügig auf die Vorschlagsliste zu kommen und zugleich das Bundeskompetenzzentrum in Thüringen anzusiedeln. Beides wollen wir mit voller Kraft begleiten“, so Siegesmund abschließend. 

 

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