Siegesmund: „Bundesweit einmaliger Impuls“ / Walther: „Nachhaltig sinnvoll“ Umweltministerium und Verbraucherzentrale starten ab 15. Juni neuen Reparaturbonus in Thüringen


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Von der defekten Kaffeemaschine, dem beschädigten Handy bis zum kaputten Fön: Reparieren statt Wegwerfen schont die Umwelt – hier unterstützt der neue Thüringer Reparaturbonus. Wer sein Elektrogerät reparieren lässt statt es zu entsorgen, bekommt die Hälfte der Kosten erstattet – und zwar bis zu 100 Euro pro Haushalt noch in diesem Jahr. Der Reparaturbonus ist ein gemeinsames Projekt des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz mit der Verbraucherzentrale Thüringen.

Reparatur-Bonus (© 123rf.com)
Reparatur-Bonus (© 123rf.com)

Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: „Mit dem bundesweit einmaligen Projekt Reparaturbonus wollen wir einen wichtigen Impuls setzen: Wer sich gut um seine defekten Geräte kümmert, wird belohnt. Die Verbraucherinnen und Verbraucher verlängern die Lebensdauer ihrer Elektrogeräte und schonen damit Ressourcen. Gemeinsam stärken wir den Umweltschutz.“

„Viele Verbraucher ärgert es, dass ihre Geräte nicht mehr so lange halten wie früher. Eine Reparatur ist aus ökologischen Gründen zwar wünschenswert, rechnet sich aber für den Einzelnen oft nicht. Der Thüringer Reparaturbonus sorgt dafür, dass nachhaltiges Handeln auch finanziell sinnvoll ist“, sagt Dr. Ralph Walther, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Thüringen.

Der Thüringer Reparaturbonus startet am 15. Juni 2021 und funktioniert so:

  • Auf der Internetseite www.reparaturbonus-thueringen.de das Antragsformular für den Reparaturbonus ausfüllen.
  • Anschließend Rechnung und Zahlungsnachweis hochladen und mit dem Antrag elektronisch an die Verbraucherzentrale Thüringen übermitteln. Auch ein Versand per Post ist möglich.
  • Die Verbraucherzentrale überweist den Bonus in Höhe von 50 Prozent des Rechnungsbetrages dann direkt zurück.
Hintergrund

Die Menge an Elektroschrott wächst jährlich um drei bis fünf Prozent. Deutschland nahm 2019 mit 19,4 Kilogramm pro Einwohner eine weltweite Spitzenposition ein. Das Europäische Umweltbüro hat ausgerechnet, dass allein die Verlängerung der Lebensdauer aller Waschmaschinen, Notebooks, Staubsauger und Smartphones im EU-Raum um nur ein Jahr rund vier Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen würde. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von zwei Millionen Autos. Eine längere Nutzungsdauer von Elektrogeräten spart aber nicht nur CO2 ein, sondern reduziert auch den Verbrauch von Metallen, seltenen Erden, Wasser und Chemikalien.

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