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Siegesmund: „Neue interaktive Möglichkeiten helfen beim Bibermanagement“ Umwelt- und Natur-Infos online: Update der App „Meine Umwelt“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Die Umwelt-Service-App „Meine Umwelt“ Thüringen wurde aktualisiert. Die App bietet Bürgerinnen und Bürgern seit Jahren die Möglichkeit, sich online über umweltrelevante Themen zu informieren.

Grafische Darstellung der App Meine Umwelt

Sie enthält u.a. Kartenmaterial zu Naturschutzgebieten, zum Hochwasserpegel, Straßenlärm oder zur Waldbrandgefahr. Die Möglichkeit, interaktiv an den Inhalten der App durch Naturbeobachtungen und eigenen Hinweisen mitzuwirken, wurde jetzt gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) erweitert. Jetzt können Biberhinweise – auch mit Foto gemeldet werden. Neu sind zudem Meldungen der Hochwassermarken, Waldbrandstufen für 2 Folgetage sowie ein Überblick über Waldgebiete ohne forstliche Nutzung.

„Die App ist ein Angebot an alle, die ihre Umweltkenntnisse vertiefen wollen und aktuell relevante Meldungen suchen, sie es zu Hochwasser, Pollenflug oder Waldbrandgefahr – oder zum Biber. Wir sind froh über die neuen Möglichkeiten, Biber und ihre Spuren zu melden – das hilft beim Bestandsmanagement und ist ein Angebot, die Umwelt achtsam wahrzunehmen, Wer sanduhrförmig angenagtes Gehölz sieht oder Dämme und Burgen an Gewässern, kann zur Kamera greifen und das Info-Angebot der App erweitern“, erklärt Umweltministerin Anja Siegesmund.

Mario Suckert, Präsident des Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, ergänzt: „Neben Arten- und Biotopschutz bietet die App auch wichtige andere Funktionen, so z. B. die Vorhersage von Waldbrandstufen für die nächsten zwei Tage – in Zeiten des Klimawandels mit Hitzeperioden eine sehr wichtige Information.“

 

Hintergrund

Biber sind seit 2007 wieder dauerhaft in Thüringen heimisch, nachdem sie über 400 Jahre lang ausgerottet waren. Das zweitgrößte Nagetier der Welt breitet sich im Freistaat Thüringen natürlicherweise, ausgehend von den angrenzenden Bundesländern entlang der Fließgewässersysteme von Saale, Ilm oder Werra aus. Typisch für den Biber sind die Nagungen und Fällungen von Bäumen bis zu einem Durchmesser von einem Meter entlang der Fluss- oder Teichufer. Die rein vegetarisch lebenden Biber ernähren sich im Winterhalbjahr von Gehölzen und wechseln im Frühjahr dann zu krautiger Nahrung. Sie sind eine der wenigen Tierarten, die ihren Lebensraum durch ihre natürlichen Verhaltensweisen selbst gestalten und anpassen. Dies kann z.B. durch Fällungen, der Errichtung von Biberstauen bzw. Biberdämmen oder dem Graben von Röhren in Fließgewässerufer erfolgen und dabei neben positiven ökologischen Auswirkungen auf den Lebensraum vieler heimischer Arten auch zu Konflikten mit dem Menschen und den Flächennutzern führen.

Für Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs des Thüringer Umweltministeriums unter der Nummer 0361 573 941 941 oder der Mailadresse KompetenzWBL@tmuen.thueringen.de gerne zur Verfügung.

 

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