Umweltministerin Siegesmund: Damit reagieren wir auf Dürre und Nitratbelastungen Trinkwasser: Auch Lossen im Altenburger Land wird an öffentliche Wasserversorgung angeschlossen


Umweltministerin Anja Siegesmund hat heute in Ponitz (Sitz des Zweckverbandes) einen Förderbescheid in Höhe von rund 460.000 Euro überreicht - an Marcel Greunke, Vorsitzender des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL), und Frank Eichhorn, Bürgermeister der Gemeinde Göhren (mit Ortsteil Lossen).

Ministerin übergibt den Bescheid

Mit der Zuwendung können jetzt 70 Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils Lossen der Gemeinde Göhren an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen werden.

„Die vergangenen Sommer mit Dürre und Nitratbelastungen haben gezeigt, wie wichtig eine gute Wasserversorgung ist. Mit dem Anschluss an das öffentliche Wassernetz können wir die Qualität des Trinkwassers für die Bürgerinnen und Bürger von Lossen deutlich verbessern“, so Umweltministerin Siegesmund.

In den Dürresommern 2018 und 2019 versiegten die Hausbrunnen, die seit Jahrzehnten für Trinkwasser genutzt werden. Zusätzlich verschärfte sich die Nitratbelastung aufgrund der ausbleibenden Niederschläge. Das Umweltministerium regierte 2019 mit einer neuen Richtlinie, die die Versorgung mit gutem Wasser im ländlichen Raum sicherstellt. Bereits im Dezember 2019 gingen zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 603.000 Euro an die Ortsteilbürgermeister von Hartha und Boderitz für die Erneuerung der dortigen Trinkwasserversorgung.

Das Wasser wird künftig über eine neue Trinkwasserleitung aus dem Verteiler Rautenberg bereitgestellt. Damit wird sich der Härtegrad gegenüber dem bisherigen Brunnenwasser deutlich reduzieren und geringer Nitratgehalt laut Trinkwasserverordnung wird dauerhaft gewährleistet.

 

Hintergrund:

Die meisten Nutzerinnen und Nutzer eines eigenen Brunnens oder kleiner Brunnengenossenschaften leben im Altenburger Land. Das Versorgen mit Trinkwasser über Hausbrunnen hat jedoch in den Trockenjahren 2018 und 2019 zunehmend Probleme bereitet. Zudem stieg die Sorge vor zunehmender Nitratbelastung. Das Umweltministerium hatte eine Förderrichtlinie erarbeitet, mit welcher der erstmalige Anschluss von betroffenen Ortschaften an die öffentliche Wasserversorgung gefördert werden kann. Auch der Bau von neuen Hausbrunnen bzw. die Nachrüstung von Aufbereitungstechnik ist möglich, wenn ein Anschluss an öffentliche Netz wirtschaftlich nicht realisierbar ist.

 

 

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