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Siegesmund: "Beeindruckende Projekte für mehr Umweltschutz" Thüringer Umweltpreis 2021 verliehen / Erstmals Sonderpreis für „Wege aus der Kunststoffflut“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat heute auf dem Erfurter BUGA-Gelände den Thüringer Umweltpreis 2021 verliehen.

46 Bewerbungen von Unternehmen, Vereinen und Verbänden, Schulen, Forschungseinrichtungen, Kirchgemeinden, Kommunen sowie Einzelpersonen wurden eingereicht. Erstmalig gab es ein Sonderpreis zum Thema: „Wege aus der Kunststoffflut“.

„Klimakrise, Umwelt- und Artenschutz sind weltweite Herausforderungen. Und jede und jeder kann mit eigenen Ideen einen Beitrag leisten. Die beeindruckenden Projekte für den Umweltpreis zeigen, dass in Thüringen dafür großes Potential ist. In Schulen, Unternehmen oder Forschungsinstituten: Unsere Preisträgerinnen und Preisträger setzen sich in vielfältigen Bereichen für eine lebenswerte Zukunft ein. Es freut mich besonders, dass sich viele junge Menschen und viele Unternehmen beworben haben.“ so Ministerin Siegesmund

Den ersten Preis 2021 und damit 5.000 Euro erhält die Hermann-Lietz-Schule in Haubinda für das Projekt „Nachhaltigkeit –Selbstverständlich!“ Die Kinder und Jugendlichen setzen sich für Umweltschutz durch sorgsamen Umgang mit Ressourcen ein, in den Bereichen Energie, Wertstoffe, Mobilität, Ernährung, Handwerk. Beispielsweise durch eine von Schülern gebaute Solar-Handy-Tankstelle, eine schuleigene Ökolandwirtschaft, das Anlegen von Zisternen für Gießwasser, durch Eigenversorgung mit Obst und Gemüse und verschiedene Upcycling-Projekte.

Der zweite Preis mit 3.000 Euro geht an das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V.“ für das Projekt „Caremelt® –Der innovative Bio-Schmelzklebstoff“. Das Institut aus Rudolstadt entwickelte einen vollständig biologisch abbaubaren Klebstoff, der ohne Einsatz von petrochemischen Rohstoffen und lösemittelfrei hergestellt wird.

Den dritten Preis mit 2000 Euro erhält Martin Hampe aus Weimar für seinen Beitrag „Wildbienenschutz im privaten Bereich“. Mit „bienennutzgarten.de“ hat Herr Hampe ein umfassendes Tool zur bienen- und insektenfreundlichen Gestaltung von Gärten, Balkons und Terrassen aufgebaut. Ergänzt wird die Webseite durch eine App, welche die Auswahl insektenfreundlicher Pflanzen erleichtert. So teilt Hampe sein Wissen und seine Erfahrungen beim Insektenschutz mit vielen anderen umweltbewussten Menschen.

Erstmalig verliehen wurde der mit 4000 Euro dotierte Sonderpreis zum Thema „Wege aus der Kunststoffflut“. Diesen erhielt die Ilmenauer Firma CFF GmbH & Co.KG für ihr Projekt „Cellulose als bio-abbaubare Lösung zu Plastik in Kosmetik“. Das Unternehmen verarbeitet nachwachsende Cellulose als biologisch abbaubare Alternative zu Mikroplastik und Kosmetik- und Zahnpflegeartikeln, im Straßenbau, in der Bauchemie, im Personal & Home Care Bereich, in der Tiernahrung und in der Lebensmittelindustrie.

 

Hintergrund

Der Thüringer Umweltpreis wird seit 2011 alle 2 Jahre verliehen. 2019 ging der erste Preis an die Regelschule „Geratal“ in Geraberg für ein Streuobstwiesen-Projekt, bei dem Kinder den Erlös aus dem Verkauf von Säften, Obst und Honig an ein Kinderhospiz spendeten. Den zweiten Preis erhielt das innovative Restaurant-Projekt „Die Lücke“ in Weimar für ein aus Recyclingstoffen hergestelltes temporäres Restaurant. Mit dem dritten Preis wurde die Initiative „ELLA – Lastenräder für Erfurt“ ausgezeichnet, bei der ein kostenfreier Verleih der Lastenräder möglich ist. Preisträger in den vorangegangenen Jahren waren u.a. die evangelische Regionalgemeinde Kindelbrück, das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThINK) aus Jena, die Firma Leitec Gebäudetechnik aus Heiligenstadt und die Bauhaus-Universität Weimar sowie verschiedene Schulen und Kindergärten.

 

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