Schutzgebiete bilden letzte Rückzugsorte für seltene Tier- und Pflanzenarten Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund und NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger besuchen das Naturschutzgebiet Windknollen bei Jena


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund und Jörg-Andreas Krüger, der Präsident des NABU-Naturschutzbunds Deutschland, besuchten für einen fachlichen Austausch das Naturschutzgebiet am Windknollen bei Jena. Der Windknollen gehört zum Netz der Natura-2000-Gebiete in Thüringen und steht aufgrund seiner außergewöhnlichen Artenvielfalt unter besonderem Schutz.

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund und NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund und NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger

„Wir tragen eine große Verantwortung für die einzigartige Natur direkt vor unserer Haustür. Rund 17 Prozent der Landesfläche gehört zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000. Diese Schätze wollen wir bewahren und gleichzeitig regionale Entwicklung ermöglichen. Garant dafür sind die Kümmerer vor Ort in den 12 Thüringer Natura 2000-Stationen“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund.

Für den NABU-Präsidenten ist vor allem die Etablierung des Netzwerkes der Natura-2000-Stationen und des dazugehörigen Kompetenzzentrum Natura-2000-Stationen bemerkenswert: „Mit dem Netzwerk der Natura-2000-Stationen nimmt Thüringen eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Damit ist eine Basis geschaffen, um das Rettungsnetz der EU-Schutzgebiete für viele seltene Tier- und Pflanzenarten zu verbessern.“

Seit 2020 befindet sich das gesamte Naturschutzgebiet in der Obhut der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe. Die Stiftung hat mittlerweile 195 Hektar Land am Windknollen erwerben können. Auf den dortigen Halbtrockenrasen und in den umgebenden Laubmischwäldern leben eine Vielzahl an seltenen Tieren und Pflanzen. Orchideen wie Bienen-Ragwurz, Frauenschuh oder die Grünliche und Weiße Waldhyazinthe kommen genauso vor wie der farbenprächtige Drüsige Klappertopf, eines der letzten Vorkommen in Deutschland.

Am Ende des Ausflugs über die sanfte Landschaft am Windknollen sind sich die Umweltministerin und der NABU-Präsident einig, dass es gilt solche Naturschätze zu bewahren und dafür auch die politischen Rahmenbedingungen zu schaffen.

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