Umweltstaatsekretär Möller: Nachhaltige Regionalentwicklung durch sanften Geotourismus, Tag des Geotops: „Nationaler Geopark Schieferland“ erhält Zertifizierung


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Im Beisein von Thüringens Umweltstaatssekretär Olaf Möller wird heute der „Nationale Geopark Schieferland“ auf der Burg Ranis durch die GeoUnion - Alfred-Wegener-Stiftung für die kommenden fünf Jahre zertifiziert.

Festakt zur Zertifizierung des Geoparks
Festakt zur Zertifizierung des Geoparks

„Die Auszeichnung als Nationaler GeoPark ist eine schöne Anerkennung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Bayern und Thüringen. Das Zertifikat unterstreicht die Bedeutung der Gesteinsformationen und einzigartigen Naturräume des Schiefergebirges und des Frankenwaldes als Zeitzeugen der Erdgeschichte. Der sanfte Geotourismus ist für eine nachhaltige Regionalentwicklung ausgesprochen wichtig“, so Umweltstaatsekretär Möller.

Bei der Auszeichnung „Nationaler GeoPark in Deutschland“ handelt es sich um ein Gütesiegel, das einer Richtlinie des Bund-Länder-Ausschusses Bodenforschung entspricht und von der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung vergeben wird. Der Nationale GeoPark Schieferland ist einer der vier Geoparks im Freistaat Thüringen. Er wurde im Juni 2019 als grenzübergreifender Geopark der Länder Thüringen und Bayern gegründet. Von der rund 3.700 Quadratkilometer großen Fläche des Geoparks entfällt etwa je die Hälfte auf den thüringischen und fränkischen Teil. Der Geopark umfasst im Wesentlichen die Areale der Naturparke „Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale“ und „Frankenwald“, sowie einen östlichen Teil des Naturparks „Thüringer Wald“ im Raum Sonneberg.

An diesem Wochenende (Sonntag, dem 20. September) findet zugleich wieder der Tag des Geotops statt. Aus diesem Anlass werden von Geoparks, Naturparks, Naturverbänden, Schaubergwerken, ehemaligen und auch noch aktiven Steinbrüchen Veranstaltungen wie Wanderungen, Besichtigungen, Vorträge u. ä. für die Öffentlichkeit angeboten. Damit soll dem Laien und den Fachleuten die Möglichkeit gegeben werden, sich mit der örtlichen Geologie vertraut zu machen.

 

Hintergrund:

Der Schiefer ist das häufigste oberflächennahe Gestein in der Region Thüringer Schiefergebirge und Frankenwald und hat in Form von Dacheindeckungen den Orten der Region ihre wesentliche Prägung gegeben. Über Jahrhunderte war dieses Gebiet ein Zentrum der Schiefergewinnung in Deutschland. Die Stadt Lehesten gelangte als zentraler Ort zu besonderer Bedeutung und ist noch heute Heimat der überbetrieblichen Ausbildungsstätte für Dachdeckerlehrlinge aus Thüringen und Sachsen-Anhalt.

 

Einen Überblick über die Veranstaltungen für Thüringen finden Sie hier:

(Die gültigen Verhaltensregeln aufgrund von Covid 19 müssen auch bei diesen Freilandveranstaltungen eingehalten werden.)

 

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