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Forderung nach europaweitem Atomausstieg Siegesmund: Fukushima mahnt zu konsequenter Energiewende

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Im Vorfeld des fünften Jahrestages der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima fordert Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien und einen europaweiten Ausstieg aus der risikobehafteten Atomenergie.

„Atomenergie ist weder kostengünstig noch umweltfreundlich. Auch fünf Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist die Region für die Menschen unbewohnbar. Wer den Atomausstieg ernst nimmt, muss die zur Abschaltung aller deutschen Atomkraftwerke erforderliche Strommenge durch klimafreundlichen Strom aus erneuerbaren Energien ersetzen. Hierfür ist eine konsequente Energiewende unerlässlich“, so die Ministerin. Der aktuelle Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums für das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2016 drohe jedoch, die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre beim Ausbau erneuerbarer Energien auszubremsen. Die jüngsten Störfälle in den beiden grenznahen Atomkraftwerken im französischen Fessenheim und dem belgischen Tihange zeigten zudem, dass das Risiko eines Atomunfalls auch in Deutschland nicht vom Tisch sei.

Die Ministerin verweist dabei auf die Vorbildfunktion Thüringens. Im Februar 2016 hatte die Thüringer Landesregierung auf Initiative des Thüringer Umweltministeriums den Beitritt zur Allianz atomfreier Regionen beschlossen. Mit dem Beschluss erteilt die Landesregierung den Bestrebungen einzelner Mitgliedstaaten der Europäischen Union für weitere Neubauten und Subventionen der Atomenergie in Europa eine klare Absage.

 

Hintergrund

Mit Oberösterreich, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Thüringen unterstützen bereits fünf europäische Regionen die Ziele der „Allianz der Regionen für einen europaweiten Automausstieg“. Weitere Regionen haben ihr Interesse bekundet. Die gemeinsame Erklärung der Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg ist hier abrufbar: https://www.thueringen.de/th8/tmuen/aktuell/neues/89349/

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