Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Heute Internationaler Tag der Erhaltung der Arten Siegesmund: Förderung für Naturschutzprojekte wird verstärkt

16061

Umweltministerin Anja Siegesmund will Naturschutzprojekte in Thüringen künftig stärker unterstützen.

So wird ab 2016 der Etat des Förderprogramms „Entwicklung von Natur und Landschaft“ um jährlich eine Million Euro aufgestockt. Damit stehen in diesem Jahr rund 5 Millionen Euro für die Förderung von Naturschutzprojekten zur Verfügung, in 2017 dann 6 Millionen Euro usw. 

„Noch verfügt Thüringen über einen reichen Schatz an Artenvielfalt. Deren Erhalt wollen wir stärker unterstützen. Wir investieren darüber hinaus bis 2019 insgesamt 15 Millionen Euro in das Natura-2000-Monitoring, rund 7 Millionen Euro für die Natura 2000-Managementplanung und jährlich 1 Million Euro in die 11 Natura 2000-Stationen, die jetzt bzw. zum 01.01.2017 ihre Arbeit aufnehmen“, sagte die Ministerin heute zum internationalen Tag der Erhaltung der Arten.

Seit Ende 2015 wurden bereits die ersten 11 Projekte des Förderprogramms „Entwicklung von Natur und Landschaft“ in der neuen EU Förderperiode bewilligt. 

Das TMUEN unterstützt damit vielfältige Arten- und Biotopschutzprojekte. So werden z. B. im Landkreis Greiz Lebensräume für den bedrohten Flusskrebs  geschützt, Gehölze als zukünftige Neststandorte des Rotmilans im Thüringer Becken gepflanzt, Feuchtwiesen als Lebensraum für seltene Amphibien und Vögel im Dankmarshäuser Rhäden entwickelt oder der Arbeitskreis Heimischer Orchideen mit neuer Pflegetechnik ausgestattet bzw. ein Fledermauserlebnisgarten in der Gemeinde Langenwolschendorf angelegt.

 

Hintergrund:

Das Förderprogramm „Entwicklung von Natur und Landschaft“, kurz ENL, gibt es in Thüringen seit 2007. Knapp 150 Naturschutzvorhaben wurden damit in den letzten Jahren umgesetzt. Damit hat sich ENL als das wichtigste Instrument zur Umsetzung von Naturschutzvorhaben entwickelt. 

Die Förderung erfolgt zunächst auf de-minimis-Basis (Förderung pro Projektträger begrenzt auf 200.000 € in 3 Jahren).

Neben der verstärkten Förderung von Naturschutz- und Artenschutzprojekten steht der Aufbau der Natura 2000-Stationen und die Erstellung von Natura 2000-Managementplänen in Thüringen im Vordergrund. So werden 2016 die Managementplanungen für über 160 FFH- Gebiete vergeben. Zurzeit sind bereits sechs Natura 2000-Stationen eingerichtet, die zum 01.01.2017 auf  insgesamt 11 erweitert werden sollen. Sie sollen helfen, die Lebensräume und Arten des europäischen Schutzgebietsnetzes in Thüringen zu sichern und zu entwickeln.

Thüringen verfügt über 212 FFH-Gebiete und 35 punkthafte FFH-Objekte sowie 44 EU-Vogelschutzgebiete. Diese Gebiete umfassen rund 270.000 Hektar, das entspricht rund 17%  der Landesfläche. In diesen Landschaften kommen seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Arten vor. Die konkreten Naturschutzmaßnahmen sind breit gefächert.

 

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: