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Boden des Jahres 2016: Grundwasserboden Siegesmund: Bodenschutz ist ein Gebot der Fairness gegenüber künftigen Generationen

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Gute Böden stellen eine essentielle, knappe, begrenzte und nicht vermehrbare Ressource dar. Böden sind kaum regenerierbar. Für die Bildung von nur 20 cm Boden braucht es 1000 – 2000 Jahre.

„Deshalb ist es ein Gebot der Fairness gegenüber künftigen Generationen, unsere Böden zu schützen. Wir müssen die Versiegelung von Flächen eingrenzen, den Flächenverbrauch verringern und Flächen wieder entsiegeln und renaturieren“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

Ein Instrument, um die Bedeutung des Bodens stärker in den Fokus unserer öffentlichen Wahrnehmung zu rücken, ist die jährliche Ausrufung eines thematischen Bodens des Jahres. Zum Boden des Jahres 2016 wurde vor wenigen Tagen der Grundwasserboden (Gley) ausgerufen. Der Schirmherr des Bodens des Jahres 2016 ist das Ministerium für Energiewende, Land-wirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig Holstein.

Grundwasserböden sind durch oberflächennahes Grundwasser geprägte Böden. Sie treten vor allem in Niederungen und häufig in der Nähe von Gewässern auf. Die größte Gefährdung geht von Grundwasserabsenkungen aus. Durch den Verlust der natürlichen Grundwassersdynamik entstehen veränderte Bedingungen für Pflanzen und Tiere. In Deutschland werden Grundwasserböden meist entwässert, um intensiver landwirtschaftlich genutzt zu werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie unter http://www.thueringen.de/th8/tlug/umweltthemen/boden/index.aspx

 

Zum Hintergrund:

Böden sind die unverzichtbare und nicht vermehrbare Lebensgrundlage sowohl für den Menschen, als auch für alle terrestrischen Lebewesen. Rund 90 Prozent der Nahrungsmittelproduktion basieren auf Böden. Der Boden dient ebenso der Erzeugung von Futtermitteln, Energiepflanzen und anderen nachwachsenden Rohstoffen.

Doch Böden sind mehr – sie sind Lebensraum für rund ein Viertel aller vorkommenden Arten, sie sind Speicher und Filtermedium für Wasser und Nährstoffe, aber auch für Schadstoffe. Darüber hinaus stellen die Böden weltweit nach den Ozeanen den zweitgrößten Kohlenstoffspeicher dar, sie leisten damit einen überaus wichtigen Anteil zum Klimaschutz.

Jedes Jahr kürt das Kuratorium Boden unter der Schirmherrschaft eines Bundeslandes einen Bodentyp zum „Boden des Jahres“. Das Kuratorium Boden des Jahres ist ein Gremium der drei Berufsverbände ITVA (Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling), BVB (Bundesverband Boden) und der DBG (Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft) sowie des Umweltbundesamtes.

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