Gespräch über den Strukturwandel in der Autoindustrie Siegesmund besucht Autozulieferer NIDEC GPM in Merbelsrod


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Um den Strukturwandel in der Automobilzulieferindustrie zu besprechen, trifft sich Ministerin Anja Siegesmund zum Auftakt ihrer ThüringenTour mit der Geschäftsführung und Werkleitung von Nidec GPM in Merbelsrod.

Ministerin Siegesmund und Geschäftsführer / Mitarbeiter des Automobilzulieferers vor Glasfassade eines Bürogebäudes
Ministerin Siegesmund beim Automobilzulieferer Nidec

Das Unternehmen stellt Wasser- und Ölpumpen für alle Antriebsarten im PKW- und LKW-Bereich her. Dabei forscht das Unternehmen zum einen zu Fragen der Reduktion des Kraftstoffverbrauchs, zum anderen liegt ein Forschungs- und Produktionsschwerpunkt im Bereich E-Mobilität, konkret bei elektrischen Pumpen für Batterietemperierung und Motorkühlung.

Zu dem Treffen erklärt Umweltministerin Anja Siegesmund:  „Neben allen Herausforderungen bietet der Strukturwandel neue Chancen, das zeigt sich hier exemplarisch bei Nidec. Wenn Innovation und Klimaschutz zusammengehen, öffnen sich neue Geschäftsmodelle, die gerade für die saubere Mobilität der Zukunft tragfähig sein können. Es ist erfreulich, wenn Thüringer Unternehmen den Strukturwandel aktiv gestalten. Auf Bundesebene brauchen wir einen Transformationsfond. Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung die großen Autobauer hofiert und das Innovationspotenzial der Zulieferer ignoriert. Aufgabe von Politik auf allen Ebenen ist es jetzt, die Investitionen in moderne und klimafreundliche Technologien sowie den Erhalt der Arbeitsplätze zu unterstützen.“

Der Geschäftsführer Stefan Hornivius ergänzt: „In elektrisch angetriebenen Fahrzeugen geht es nicht ohne elektrisch angetriebene Pumpen. Aber auch im Bereich der Verbrennungsmotoren ist festzustellen, dass sich im Zuge der erforderlichen Energieeffizienzsteigerungen und CO2-Reduzierungen ein Trend zur Umstellung auf elektrisch angetriebene Pumpen abzeichnet. Unsere größte Herausforderung ist derzeit, dass wir nicht sicher wissen wie sich die Marktanteile der Antriebsvarianten entwickeln werden und entsprechend flexibel einsetzbare Plattformkonzepte entwickeln müssen. Mittlerweile sind wir bei allen Antriebsvarianten mit elektrisch angetriebenen Pumpen vertreten und daher sehr gut vorbereitet.“

Das Unternehmen Nidec GPM hat seit seiner Gründung 1939 und der 1949 gestarteten Pumpenproduktion bereits viel Wandel erlebt. 2015 erfolgte die Integration in die japanische Nidec Corporation, diese stellt an Standorten weltweit u.a. Elektromotoren und E-Antriebssysteme her.

Auf ihrer ThüringenTour „Miteinander reden“ besucht Ministerin Siegesmund mit MDC Power in Kölleda einen weiteren Zulieferbetrieb der Automobilindustrie. Die Termine der ThüringenTour finden Sie hier: https://umwelt.thueringen.de/thueringentour

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: