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Siegesmund: „Angesichts der Klimakrise wird Wassermanagement immer wichtiger“ Niedrigwasser-Konferenz des Umweltministeriums: Breiter Austausch über Thüringer Niedrigwasserstrategie


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Bereits im Juli 2021 hat das Landeskabinett auf Initiative des Umweltministeriums erste Eckpunkte einer Niedrigwasserstrategie verabschiedet. Diese Eckpunkte werden heute auf einer digitalen Konferenz vorgestellt und diskutiert, u.a. mit ca. 60 Expertinnen und Experten des Thüringer Klimabeirats und des Gewässerbeirats, verschiedenen Interessensverbänden, Forschungseinrichtungen sowie Vertreterinnen und Vertretern der unteren Wasserbehörden, der Kommunen und der Landesverwaltung.

Standard im Jahr 2021: Digitale Konferenzen mit Zuschalten per Video, hier Umweltministerin Anja Siegesmund live aus dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz in Jena
Trockenes Flussbett
Trockenes Flussbett
ausgetrockneter Ackerboden
ausgetrockneter Ackerboden

Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: „Die Klimakrise schlägt auch in Thüringen bereits durch. Obschon unser Bundesland ein an sich wasserreiches Land ist, müssen wir den Wasserhaushalt neu justieren. Wir hatten 2018 und 2019 Dürre-Sommer, in denen es regional und temporär zu Wassermangel kam. Die Brunnendörfer in Ostthüringen bekamen schnell Hilfe. Der Vorrang für eine verlässliche Trinkwasserversorgung ist der wichtigste Baustein.“

Diese weiteren Grundsätze und Ziele der Strategie werden heute beraten:

  1. Anhand von Klimamodellen sollen verfügbare Wassermengen und Wasserbedarfe ermittelt und regionale Wassermangelgebiete identifiziert werden.
  2. Zur Gewährleistung der hohen Versorgungssicherheit von Trinkwasser sollen Stresstests durchgeführt und ggf. erforderliche Anpassungsmaßnahmen ergriffen werden.
  3. Das Niedrigwasserportal des Landes Thüringen soll zu einem Informations- und Warnsystem ausgebaut und um gewässerbezogene Aktionspläne für Dürrephasen ergänzt werden.
  4. Fließgewässer und deren Lebensgemeinschaften sind stärker zu schützen. Hierzu ist es nötig, die Resilienz der Gewässer durch naturnahe Gewässerstrukturen und schattenspendende Gehölzsäume zu stärken. Zusätzlich müssen Schad- und Nährstoffeinträge weiter reduziert werden.
  5. Durch Regenwassermanagement, Entsiegelung und Speicherung soll der Wasserrückhalt in urbanen Räumen im Sinne einer Schwammstadt verbessert werden. Durch eine klimaangepasste Landwirtschaft und ökologischen Waldumbau soll die Grundwasserneubildung gestärkt werden.
  6. Durch Dynamisierung der Talsperrensteuerung und Einbeziehung zuletzt ungenutzter Talsperren sollen die Wasserreserven in Thüringen erhöht werden.

Weiterführende Inhalte zum Thema Niedrigwasser und Klimaanpassung:

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