Siegesmund: „Wir wollen das Engagement für Umweltbildung und Artenschutz vor Ort unterstützen“ / Wolfram: „Ein Glückstag für die Station“ Naturschutzstation „Dr. Helmut Steuer“ - Umweltministerium finanziert Machbarkeitsstudie


Bad Blankenburg. Die Naturschutzstation „Dr. Helmut Steuer“ soll gestärkt und weiterentwickelt werden. Heute übergibt Umweltministerin Anja Siegesmund einen Förderbescheid in Höhe von rund 36.000 Euro an die Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V. – im Beisein von Landrat Marko Wolfram und Ralf Hiller, dem Leiter der Fachgruppe Ornithologie und Artenschutz im Kulturbund.

Ministerin übergibt den Fördermittelbescheid
Tafel der Naturschutzstation Bad Blankenburg

Mit dem Geld soll eine Machbarkeitsstudie entstehen, die langfristige Perspektiven für die Naturschutzstation aufzeigt. Die Ergebnisse sollen im kommenden Februar vorliegen.

„Mit der Förderung entsteht ein Zukunftsplan für die Station – damit die gute und wichtige Arbeit hier in der Umweltbildung und beim Artenschutz eine Perspektive hat. Wenn wir die Besonderheiten der Natur wertschätzen wollen, müssen sie gut vermittelt werden und erlebbar sein. Und genau das passiert hier“, sagt Ministerin Siegesmund.

Landrat Wolfram hatte die Ministerin nach einem Besuch in der Station im Mai angeschrieben und um Unterstützung gebeten. „Das ist ein Glückstag für die Naturschutzstation“, so Wolfram. „Ich freue mich sehr, dass meine Argumente bei Frau Siegesmund auf offene Ohren gestoßen sind und sie kurzfristig und unbürokratisch gehandelt hat.“

In der Studie sollen außerdem Maßnahmen zur Steigerung der Artenvielfalt sowie zur Gestaltung der Station und ihres Umfeldes aufgezeigt werden. Zudem soll die touristische Entwicklung in dem besonders sensiblen Projektgebiet mit vielen geschützten Arten untersucht werden. Schließlich soll im nächsten halben Jahr eine Projektskizze für EU-Fördermittel erarbeitet werden.

Den Antrag für die Machbarkeitsstudie hatte die Natura 2000-Station „Obere Saale“ in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt des Landkreises erstellt. Neben der Analyse der Situation sollen im Rahmen der Studie konkrete Entwicklungsziele etwa für Umweltbildung und Tourismus, den Insektenschutz, Arten- und Biotopschutz aber auch für die organisatorische Umsetzung aufgezeigt werden.

Hintergrund:
Die Naturschutzstation befindet sich im Naturschutzgebiet Schwarzatal (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt). Sie wurde nach dem Arzt und Entomologen Dr. Helmut Steuer (1911 – 2005) benannt, der dort auf einem ehemaligen Schieferabbaugelände seltene Schmetterlingsarten erforscht hat. Die Naturschutzstation gehört dem Landkreis und wird seit 27 Jahren ehrenamtlich von der Fachgruppe Ornithologie und Artenschutz im Kulturbund e. V. betreut. Die Fachgruppe nutzt diesen Ort seit Oktober 1993 als eine "Schule im Grünen". Hier finden Öffentlichkeitsarbeit im praktischen Natur- und Artenschutz, Jugendumweltbildung und Erziehung (u. a. Kindergärten und Schulen) sowie wissenschaftliche Untersuchungen statt.
 

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: