Siegesmund: „Streuobstwiesen sind artenreiche Lebensräume“ Naturschutz: Erster europäischer „Tag der Streuobstwiese“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Am heutigen Freitag, 30. April, findet erstmals der europaweite „Tag der Streuobstwiese“ statt. Bereits im März wurde die Streuobstwiese von der deutschen Kommission der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) in die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Streuobstwiese

Dazu erklärt Umweltministerin Anja Siegesmund: „Streuobstwiesen gehören zu den artenreichen Lebensräumen Mitteleuropas. In diesen Tagen stehen dort die Kirsch-, Pflaumen-, Apfel- und Birnenbäume in voller Blüte. Von den rund 10.000 Hektar Streuobstwiesen sind in Thüringen leider noch immer rund 75 Prozent ihrem Bestand bedroht. Deshalb haben wir Streuobstwiesen unter gesetzlichen Schutz gestellt und im vergangenen Jahr einen fachlichen Leitfaden für die Pflege entwickelt. Ich freue mich, dass unsere Förderangebote dafür so gut angenommen werden.“

Mit dem fachlichen Leitfaden des Umweltministeriums liegen umfassende Standards für den sorgsamen Umgang mit Streuobstwiesen vor. Im Förderprogramm „Naturschutz und Landschaftspflege“ (NALAP) erhöhte sich zudem der Zuschuss für Nachpflanzungen von hochstämmigen Obstbäumen auf Streuobstwiesen von 30 auf 55 €t. Seit 2020 können Projekte zur Sanierung von Streuobstwiesen im Freistaat Thüringen mit bis zu 100 % (vorher: maximal 90 %) gefördert werden. Mit Erfolg: Im vergangenen wurden über NALAP mehr als 30 Streuobstwiesen erneuert – eine Verdoppelung zum Vorjahr. Im diesem Frühjahr fand eine erste Schulung der Thüringer Naturschutzbehörden statt, um den Wissensstand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu aktualisieren und zu verbessern.

„In Thüringen sind außerdem die Angebote zur Ausbildung als Streuobst-Fachwirtin oder –Fachwirt immer breiter geworden. Ich rufe dazu auf, beim Erhalt unserer Streuobstwiesen, die fachlichen Kurse in Thüringen zu nutzen, u.a. der Grünen Liga als Partner“, ergänzt Umweltministerin Siegesmund

 

Hintergrund:

Das Handlungskonzept richtet sich in erster Linie an die Thüringer Naturschutzbehörden, die für Fördermaßnahmen sowie Kompensationsmaßnahmen in der Eingriffsregelung zuständig sind. Es wird zudem den Landschaftspflege- und Naturschutzverbänden, Natura 2000-Stationen und Vorhabenträgern als Grundlage für Planungen und Projekte empfohlen.

 

Auch interessierte Laien finden wertvolle Informationen.

 

 

 

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: