Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Siegesmund: Erinnerung, Naturschutz und regionale Entwicklung gemeinsam vorantreiben Naturschutz: Auftakt für neuen Fachbeirat für Nationales Naturmonument „Grünes Band“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Der neue Fachbeirat für das Nationales Naturmonument „Grünes Band“ hat heute mit einer konstituierenden Sitzung in Erfurt seine Arbeit aufgenommen. Er soll die Entscheidungen zur Pflege und Entwicklung des Grünen Bandes in Thüringen fachlich begleiten.

Dazu sagt Umweltministerin Anja Siegesmund: „Das Grüne Band verbindet auf einzigartige Weise Naturschutz, Erinnerungskultur und regionale Entwicklung - der neue Fachbeirat spiegelt mit seiner Expertise diesen Dreiklang wieder. Das Grüne Band als früherer Todesstreifen ist heute eine Lebenslinie und Symbol für das Friedensprojekt Europa. Unsere Aufgabe ist es einerseits, die Erinnerung wach zu halten an das, was im SED-Unrechtsstaat geschehen ist. Ich freue mich sehr, dass wir für beides nun die Unterstützung des Fachbeirats haben.“

Insgesamt hat der Fachbeirat 15 Mitglieder: neben dem Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur auch Vertreter aus dem Thüringischen Landkreistag, dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen, dem Geschichtsverbund Thüringen, der Thüringer Tourismus GmbH, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der FH Erfurt sowie der in Thüringen anerkannten Naturschutzvereinigungen und der Verbände der Land- und Forstwirtschaft. Damit wird die breite Einbindung vieler gesellschaftlicher Akteure gesichert.

Der Beirat wird bei der Stiftung Naturschutz Thüringen eingerichtet, die gleichzeitig die Trägerschaft über das Nationale Naturmonument innehat. Der Fachbeirat begleitet und berät die Stiftung Naturschutz Thüringen bei der Erstellung des Pflege-, Entwicklungs- und Informationsplans für das Grüne Band Thüringen (vgl. § 5 Abs. 5 des ThürGBG) und wird mindestens einmal jährlich zusammenkommen.

 

Hintergrund

Thüringen hat einen 763 Kilometer langen Anteil an rund 1.400 Kilometern „Grünes Band“ durch Deutschland. Das Gesetz zum Nationalen Naturmonument wurde am 9. November 2018 im Landtag verabschiedet. Die Schutzkategorie wurde in Deutschland 2010 in Anlehnung an US-amerikanische Monumente wie Grand Canyon oder Devils Tower eingeführt. Sie soll Gebiete schützen, in denen besondere Natur- und Kulturwerte eng miteinander verbunden sind.

Die Schutzkategorie Nationales Naturmonument garantiert einen einheitlichen Schutz des Kernbereiches des Grünen Bandes Thüringen und stellt eine abgestimmte Entwicklung in der Region sicher. Zahlreiche in ihrem Bestand stark bedrohte oder seltene Tierarten, wie der Schwarzstorch und das Braunkehlchen, haben im Schatten des Kalten Krieges ein bedeutendes Rückzugsgebiet im Grünen Band gefunden. Seltene Pflanzen, die in anderen Teilen Deutschlands kaum noch vorkommen, wie das Helm-Knabenkraut, sind hier zu Hause.

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: