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Nachwuchs der standorttreuen Wölfe bei Ilfeld und Ohrdruf


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Sowohl im Wolfsterritorium Ilfeld als auch Ohrdruf hat es Nachwuchs gegeben. Jetzt ausgewertete Wildkamerabilder von Anfang August belegen bei Ilfeld mindestens zwei Wolfswelpen, fünf Welpen bei Ohrdruf.

Fotofallenaufnahme: Wolfnachwuchs im Revier Ohrdruf
Fotofallenaufnahme: Wolfnachwuchs im Revier Ohrdruf

Bei Ilfeld  wurden die Elterntiere GW2383f (Wolfsfähe) sowie GW2157m (Wolfsrüde)  im Jahr 2021 erstmalig genetisch nachgewiesen. Bei dem Territorium handelt es sich um ein länderübergreifendes Wolfsgebiet mit Sachsen-Anhalt, die aktuellen Aufnahmen sind in Thüringen entstanden.  Bei der Ohrdrufer Fähe GW1845f (die aus dem Wurf im Jahr 2020 nachgewiesen wurde) geht das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs des TMUEN davon aus, dass sie sich mit dem Vaterrüden GW1264m verpaart hat.

Eine genetische Identifizierung des Nachwuchses steht noch aus. Die jungen Wölfe sind zum jetzigen Zeitpunkt etwa 3 Monate alt. In diesem Alter werden die Welpen von den adulten Rudelmitgliedern mit der Umgebung vertraut gemacht. Sie sind also nicht mehr nur in bzw. an der Wurfhöhle unterwegs und können daher im Rahmen des Fotofallenmonitorings nachgewiesen werden. Die Welpen bleiben bis zu ihrer Geschlechtsreife im Alter von 1–2 Jahren im Rudelverband.

Hintergrund

In Thüringen waren bisher 7 Wölfe als standorttreu bestätigt: In den Territorien "Ohrdruf" (3, von denen ein subadulter Rüde in absehbarer Zeit ein eigenes Territorium suchen wird), "Ilfeld" (2). "Zella-Rhön" (1), "Braunlage" (1, grenzüberschreitend).

Vor dem Hintergrund der erfolgten Reproduktionen bittet daher das Kompetenzzentrum Weide- und Nutztierhalterinnen und -halter im Raum Ohrdruf und Ilfeld ihren Herdenschutz zu überprüfen und die Unterstützungsangebote zum Herdenschutz in Anspruch zu nehmen. Wolfsabweisende Herdenschutzmaßnahmen können auf Grundlage der Richtlinie Wolf / Luchs finanziell gefördert werden. Seit kurzem betrifft dies auch die Unterhaltung von Herdenschutzmaßnahmen wie wolfsabweisenden Zäunen. Für die Antragsannahme und -bearbeitung ist das Landesamt für Umwelt, Energie und Naturschutz zuständig (https://tlubn.thueringen.de/naturschutz/landschaftspflege/wolf-luchs-praevention-und-schadensregulierung).Wolfsabweisende Herdenschutzmaßnahmen helfen, Übergriffe auf Weidetiere effektiv zu reduzieren. Mit der Umsetzung sollte frühzeitig begonnen werden, damit Weidetiere nicht als einfache Beute kennen gelernt und genutzt werden.

Meldungen von Wolfshinweisen und Nutztierschäden mit Verdacht auf Wolfsübergriff nimmt in ganz Thüringen das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs entgegen (KompetenzWBL@tmuen.thueringen.de, 0361 573 941 941).

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