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Siegesmund: „Geräte müssen länger halten und leichter zu reparieren sein“ Nachhaltigkeit: Reparaturbonus heute Thema im Bundesrat


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Im Bundesrat geht es heute auch um neue europäische Öko-Design-Anforderungen. Auf Antrag von Thüringen wird dabei auf den Landes-Reparaturbonus als erfolgreiches Instrument verwiesen – der deutlich die gesellschaftliche Bereitschaft belege, Produkte reparieren zu lassen, wenn die Voraussetzungen stimmten.

Reparaturbonus 2.0
Reparatur-Bonus Thüringen

„Wiederverwenden statt verschwenden ist kinderleicht, wie unser Bonus zeigt. Er verlängert die Lebensdauer von Elektrogeräten, schont die Umwelt und den Geldbeutel der Menschen. Eigentlich ist Müll ein Designfehler. Die wachsende Menge an Elektroschrott können wir uns angesichts der massiven Umweltbelastungen und der Rohstoffknappheit, gestörter Lieferketten und der Klimakrise gar nicht mehr leisten. Jetzt ist es wichtig, das größere Rad auf EU-Ebene zu drehen. Elektrogeräte müssen so gebaut sein, dass sie länger halten, leichter repariert und besser wiederverwertet werden können“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

 

Die aktuellen Zahlen zum Reparaturbonus 2.0 belegen die ungebremste Nachfrage:

*      In 4 Monaten gingen 7.100 Anträge auf den Reparaturbonus ein, derzeit rund 50 Anträge täglich.

*      78  % der bearbeiteten Anträge konnten bewilligt werden, 13 % abgelehnt und bei 9 % fehlen noch Unterlagen.

*      Die Top 3 der reparierten Geräte sind Mobiltelefone (32 %), Waschmaschinen (12 %) und Kaffeemaschinen (9 %). Unter den Geräten sind aber auch Haushaltslieblingsgeräte wie alte Nähmaschinen. 

Verbraucherinnen und Verbraucher können 50 % der Reparaturkosten erstattet bekommen, bis zu 100 Euro pro Person (ab 18 Jahren) und Jahr. In diesem Jahr wird der Bonus auch für Reparaturen ausgezahlt, die in Repaircafés durchgeführt wurden.

 

Hintergrund: 

Nach einer ersten Auflage 2021 fördert das Thüringer Umweltministerium seit 31. Mai 2022 wieder die Reparatur von Elektrogeräten. Der Reparaturbonus 2.0 ist ein gemeinsames Projekt des Umweltministeriums und der Verbraucherzentrale Thüringen und hat ein Volumen von rund 700.000 Euro.

Vereinfachte Nutzung: Auf www.reparaturbonus-thueringen.de den Online-Antrag ausfüllen und Rechnung sowie Zahlungsbeleg hochladen. Auf der Seite finden sich auch Antworten auf die häufigsten Fragen (FAQs) und eine Liste mit Beispielgeräten. Wer ein Repaircafé besucht hat, muss einen sogenannten Laufzettel des jeweiligen Cafés hochladen sowie Rechnung und Zahlungsbeleg für das Ersatzteil. Unter 0361/5551435 erreichen die Thüringerinnen und Thüringer zudem die Reparaturbonus-Hotline von Montag bis Freitag von 13 bis 15 Uhr.

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