Siegesmund: Die Herausforderungen bleiben groß Nachhaltigkeit: Neuer Thüringer Indikatorenbericht


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Der neue Thüringer Indikatorenbericht zur nachhaltigen Entwicklung liegt jetzt vor. Der Bericht ist das zentrale Monitoring-Instrument der Landesregierung. Insgesamt wurden 33 Hauptindikatoren zur ökonomischen, sozialen und ökologischen Entwicklung in Thüringen ausgewertet.

In der Langfassung finden Sie ihn hier: https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/publikationen

Umweltministerin Anja Siegesmund erklärt: „Der Bericht zeigt vor allem: Die Herausforderungen durch die Klimakrise bleiben groß. Deshalb machen wir konsequent weiter beim Klimaschutz, durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und beim Naturschutz, insbesondere durch den Schutz unserer Wälder. Der Bericht zeigt auch, wo wir Fortschritte machen, etwa in den Bereichen Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Weil wir unsere Lebensqualität in Thüringen bewahren wollen, werden wir unsere Anstrengung für mehr Nachhaltigkeit konsequent fortsetzen.“

Im Indikatorenbericht zeigen sich u.a.:

·        Auswirkungen der Klimakrise: Sie hinterlässt sichtbare Schäden in den Thüringer Wäldern. Die Summe der geschädigten Waldflächen in Thüringen ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Für das Jahr 2019 wurden 53 Prozent stark geschädigte und 32 % leicht geschädigte Waldflächen ausgewiesen. Im Jahr 2000 waren es noch 28 Prozent stark geschädigte und 42 Prozent leicht geschädigte Waldflächen.

Positiv fallen im Bericht beispielsweise auf:

·        Klimaschutz durch Energieeffizienz: Während der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Thüringen steigt, werden zudem mehr Produkte und Dienstleistungen mit gleichem Energieeinsatz erwirtschaftet. Darauf weist der Indikator Energieproduktivität hin: Je höher er steigt, desto effizienter geht die Volkswirtschaft mit Energie um.

·        Artenschutz: Der Anteil von Naturschutzgebieten in Thüringen hat sich nahezu verdoppelt. Er lag im Jahr 2000 lag bei 2,32 Prozent der Landesfläche. 2019 wurden 4,05 Prozent als Schutzgebiete ausgewiesen.

Auch in anderen Gesellschaftsbereichen, wie der Inneren Sicherheit oder Gleichstellung, finden sich positive Beispiele. So ist bemerkenswert, dass

·         seit Beginn ihrer Erfassung im Freistaat Thüringen die Anzahl von Straftaten noch nie so niedrig war,

·        die Erwerbstätigenquote insbesondere bei den Frauen eine gute Entwicklung zeigt. Thüringen erreicht mit 75 Prozent hinter Brandenburg und Sachsen die dritthöchste Erwerbstätigenquote der Frauen in Deutschland (2018).

 

Hintergrund

Der Indikatorenbericht ist das zentrale Monitoringinstrument zur Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie und liegt zum dritten Mal vor. Die Thüringer Landesregierung hat im Jahr 2011 erstmals gemeinsam mit dem Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung Nachhaltigkeitsziele und dazugehörige Indikatoren definiert und mit der Strategie vorgelegt. In der Langfassung finden Sie ihn hier: https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/publikationen

Die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2018 fortgeschrieben. Dabei wurden die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals - SDG) für Thüringen integriert. Auch der bisherige Indikatorensatz von 2011 mit 27 Indikatoren wurde aktualisiert und ergänzt. Seit 2019 gilt der neue Indikatorensatz mit 33 Hauptindikatoren. Neue Indikatoren sind beispielsweise die „Armutsgefährdungsquote“, „Nährstoffe in Gewässern“, der „Pkw-Bestand“ oder der „Waldzustand“.

Unter weiterführende Links finden Sie die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie, den Indikatorensatz und mehr Informationen zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen.

 

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