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Siegesmund: „Drei starke Akzente für Einheimische und Gäste“ Nachhaltige Regionalentwicklung: Umweltministerium fördert drei Projekte in der Region Ilmenau mit rund 330.000 Euro


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Das Thüringer Umweltministerium fördert im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald drei Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung: den Doktor-Wald-Weg, Kneippen in Stützerbach und NaturKunstBlicke am Panoramaring Frauenwald.

Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: „Das UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald bietet viele Möglichkeiten, Natur bewusst zu erleben und für die Gesundheit zu nutzen. Mit den drei Projekten setzt die Region drei starke Akzente für Einheimische und Gäste – und schafft eine gelungene Verbindung aus Naturschutz, Freizeit, Kunst und Gesundheitsförderung.“

Doktor-Wald-Weg

Der 22,6 Kilometer lange Rundweg Doktor-Wald-Weg soll u.a. mit neuer Beschilderung, neuen Stationen und Infotafeln gestaltet werden. Das Projekt ist bis Herbst 2022 geplant und soll mit einer Zertifizierung des TOP B-Weges zu einem Qualitätswanderweg abgerundet werden. Es erfolgt in Kooperation zwischen der Stadt Ilmenau und der Stadt Suhl mit dem staatlich anerkannten Erholungsort Schmiedefeld a.R. und weiteren regionalen Partnern. Die beiden Städte Ilmenau und Suhl streben an, den Weg zu einem thematischen Wanderweg im Biosphärenreservat zu entwickeln, der durch Einzigartigkeit und Qualität besticht. Mit der Qualifizierung des Weges soll durch die optimale Anbindung des TOP-Wanderweges an die Rennsteigbahn/-shuttle mit Haltestellen in Stützerbach und am Bahnhof Rennsteig die Palette an qualitativ hochwertigen Naturerlebnisangeboten in Verbindung mit klimafreundlicher Mobilität im Biosphärenreservat erweitert und so noch attraktiver für umweltbewusste Gäste werden. Das Projekt wird mit 113.587 Euro gefördert.

Luft-Natur-Kneipp-Kultur in Stützerbach

Das Projekt „Luft-Natur-Kneipp-Kultur“ stellt die touristische Erweiterung rund um das Thema Kneippen in Stützerbach in den Mittelpunkt und wird mit 56.196 Euro gefördert. Ein Schwerpunkt ist dabei die Erweiterung des Vita-Parcours zu einem Kneipp-Pfad mit Blick auf moderne Wellness-, Sport- und Erholungsansprüche sowie therapeutische Ansätze insbesondere zum Schwerpunktthema Atemtechniken und präventive Gesundheitsförderung. Auch ein Sinnespfad für alle Altersgruppen ist angedacht.

NaturKunstBlicke am Panoramaring Frauenwald

143.100 Euro Förderung gibt es für das Projekt „NaturKunstBlicke“ am Panoramaring Frauenwald, das besondere Ausblicke und Einblicke in das UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald ermöglichen soll. Der Ilmenauer Ortsteil Frauenwald ist staatlich anerkannter Erholungsort im Herzen des UNESCO-Biosphärenreservats Thüringer Wald. Der 10,4 Kilometer lange Panoramaring rund um Frauenwald steht im Fokus. Ziel des Projektesist es, den Panoramaring unter dem Motto „NaturKunstBlicke“ durch künstlerische Interventionen und Installationen aufzuwerten. Entlang des Wanderweges soll sich Kunst mit der Natur verbinden und so das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Umwelt thematisiert werden. In Zusammenarbeit mit dem Verband der Bildenden Künstler Thüringen e.V., Kunstschaffenden und -lehrenden aus Thüringen soll ein geeignetes Verfahren zur Umsetzung ausgewählt und umgesetzt werden.

 

Hintergrund:

Den Förderungen vorausgegangen war ein Projektaufruf Ende Januar 2021: Gemeinden und Gemeindeverbände, die innerhalb der acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens liegen, konnten Projektskizzen für eine nachhaltige Regionalentwicklung beim Umweltministerium einreichen. Die bis Ende Februar eingereichten Projektskizzen wurden durch sechs regionale Gremien bewertet, die sich insbesondere aus Vertretern der beteiligten Landkreise zusammensetzten. Die Gemeinden mit den am besten bewerteten Projektskizzen wurden aufgefordert, einen konkreten Förderantrag beim TMUEN einzureichen. Die Projekte sollten so konzipiert sein, dass deren Umsetzung weitestgehend in 2021 möglich ist. In begründeten Fällen können Projekte darüber hinaus auch bis 2022 oder 2023 gefördert werden. Fast 140 Gemeinden und Gemeindeverbände reichten Projektskizzen ein, von denen 86 zur Antragstellung aufgefordert wurden. Insgesamt stehen für das laufende Jahr 2,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Nationalen Naturlandschaften (NNL) in Thüringen finden Sie unter http://www.natur.thueringen.de. NNL‘s zeichnen sich durch eine sehr reiche Naturausstattung aus, die aufgrund ihrer hohen Attraktivität auch zahlreiche Erholungssuchende und Touristen anlocken. Insbesondere der regionalökonomischen Wertschöpfung kommt neben konkreten Pflege- und Schutzmaßnahmen besondere Bedeutung zu, um zusammen mit den Menschen vor Ort die Entwicklung und den Schutz dieser außergewöhnlichen Landschaften im Einklang miteinander voranzubringen. Zur kooperativen fachlichen Unterstützung stehen vor Ort bereits langjährig erfahrene Verwaltungen und ein Träger als Ansprechpartner zur Verfügung.

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