Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Luchsnachwuchs im Südharz


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Jüngst ausgewertete Aufnahmen von Wildkameras im Südharz zeigen Nachwuchs einer Luchsmutter im Landkreis Nordhausen. Zu sehen sind drei Jungtiere. Damit sind in Thüringen derzeit acht freilebende Luchse nachgewiesen.

Eine Luchsin mit ihrem Jungtier im Schutz einer Baumwurzel.
Luchsnachwuchs im Südharz (© TMUEN)

Die Luchse im Südharz gehören der Harzer Luchspopulation an, die sich über die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erstreckt. Nachwuchs im Bereich des thüringischen Teils des Mittelgebirges gab es in den vergangenen Jahren immer wieder. Luchsjunge kommen zwischen Ende Mai und Anfang Juni auf die Welt und verbleiben rund zehn Monate im Familienverband bei ihrer Mutter. Wichtig für Luchsfamilien sind ruhige, unzugängliche Waldbereiche, die Versteckmöglichkeiten, z.B. Wurzelteller, für die Jungenaufzucht und zum Schutz vor Witterung bieten.

Hintergrund:

Luchse kommen heute in Deutschland nur in drei voneinander isolierten Verbreitungsgebieten vor: dem Harz, dem Bayerischen Wald und dem Pfälzerwald. Ein Austausch von Tieren zwischen diesen Populationen findet noch nicht statt. Mit einem vom Thüringer Umweltministerium geförderten Projekt wollen der BUND Thüringen, die Wildtierland Hainich gGmbH und der WWF Deutschland wieder eine Verbindung zwischen diesen Populationen schaffen. Zum Projekt gehören verstärktes Monitoring durch Wildkameras und die für 2023 geplante Inbetriebnahme eines eigens konzipierten Luchsgeheges im Wildkatzendorf Hütscheroda. Mit diesem Gehege möchte das Wildkatzendorf Teil eines Netzwerkes aus Zoos und Wildgehegen werden, welches sich die Zucht geeigneter Luchse für Freilandprojekte auf die Fahnen geschrieben hat. In diesem Gehege sollen in Gefangenschaft geborene Tiere unter möglichst natürlichen Bedingungen ohne Kontakt zu Menschen aufwachsen, um später ausgewildert zu werden.

Hinweis: Die Bilder sind unter Nennung der Quelle „Thüringer Umweltministerium“ frei verwendbar.

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: