Umweltstaatssekretär Möller: Vorreiter für Antriebswende im öffentlichen Nahverkehr Landkreis Nordhausen setzt auf umwelt- und klimafreundliche Elektrobusse


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Der Landkreis Nordhausen und die kommunale Verkehrsgesellschaft Nordhausen setzen im öffentlichen Nahverkehr zukünftig auf Elektrobusse. Mit einer Förderung des Thüringer Umweltministeriums in Höhe von 4,9 Mio. Euro aus EFRE-Mitteln wurden insgesamt sechs batterieelektrische Busse angeschafft sowie die benötigte Ladeinfrastruktur aufgebaut.

Staatssekretär Möller vor einem E Bus
E Bus von vorn
E Bus an der Ladestation

Fünf der Elektrobusse werden bereits im Südharz, der Goldenen Aue und Bleicherode zur Schülerbeförderung eingesetzt. Die Lieferung des sechsten Elektrobusses verzögert sich pandemiebedingt. Durch die bis Ende des Jahres sechs im Einsatz befindlichen E-Busse können gegenüber den bislang eingesetzten Dieselbussen jährlich rd. 100 Tonnen des Treibhausgases CO2 und rd. 260 Kilogramm Stickoxide eingespart werden. Hinzu kommt eine spürbare Reduzierung von Lärm in den betreffenden Ortschaften.

Anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme der E-Busse würdigte Staatssekretär Möller die Innovationsbereitschaft der Verkehrsbetriebe Nordhausen:

„Die Antriebswende hin zu klima- und umweltfreundlichen Antrieben ist untrennbar mit einem attraktiven Nahverkehr verbunden. Im Landkreis Nordhausen sind damit derzeit in Thüringen die meisten Elektrobusse im Betrieb. Von diesen Erfahrungen können auch andere Landkreise und Nahverkehrsunternehmen profitieren.“ Möller verweist in diesem Zusammenhang auch auf die europäische Clean Vehicle Richtlinie, die ab August 2021 verbindliche Beschaffungsquoten für saubere und emissionsarme Busse öffentlicher Auftraggeber vorschreibt.

Damit findet die Antriebswende im öffentlichen Nahverkehr bereits in vier Thüringer Regionen statt. Von den bis Jahresende insgesamt 14 im Einsatz befindlichen Elektrobussen fahren neben dem Landkreis Nordhausen je drei in Bad Langensalza und Jena sowie zwei in Eisenach. Weitere 12 E-Busse werden mit Förderung des Thüringer Umweltministeriums in diesem und den kommenden Jahren in Suhl und Zella-Mehlis (3), Heilbad Heiligenstadt (4), Meiningen (3) und Bad Salzungen (2) in den Betrieb gehen.

 

Hintergrund

Das Thüringer Umweltministerium fördert seit 2017 thüringenweit Pilotprojekte mit Elektrobussen im Nahverkehr. Neben dem Kauf von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur fördert das Thüringer Umweltministerium den Umbau von Depots und Werkstätten mit einem Fördersatz von bis zu 80 Prozent. So sollen den Thüringer Nahverkehrsbetrieben keine Mehrkosten entstehen. Im Rahmen des operationellen Programms Thüringen 2014 – 2020 stehen Mittel aus dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung (EFRE) zur Förderung von E-Bus-Modellprojekten bereit.

 

 

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