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Siegesmund: „Wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll“ Klimafreundliches Bauen: Umweltministerium finanziert Holz-Studie in Weimar


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Eine Holzbau-Studie in Weimar ist für das Umweltministerium der Auftakt einer Reihe von Modellprojekten des für klimafreundliche Gebäude.

Holzkonsturktion auf einer Hausbaustelle

Das Ministerium finanziert das Forschungsvorhaben „Lebenszyklusbetrachtung von Holzwohnquartieren“ der FH Erfurt (Institut für Bauphysikalische Qualitätssicherung und Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst) , der Weimarer Wohnstätte GmbH und Ilmenauer Wohnungs- und Gebäudegesellschaft mbH mit 150.000 Euro. Die Ergebnisse sollen im September 2021 vorliegen.

Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: „Holzbau-Projekte verbinden viele Vorteile: Dürre und Borkenkäfer führen zu einem Überschuss von heimischen Holz. Wir sollten es auch regional verwenden und die Thüringer Wirtschaft unterstützen. Holz als Baustoff bindet CO2 dauerhaft - nicht nur im Wald, sondern auch in der Wand. Weil es die enorm energieintensiven Baustoffe Stahl und Beton ergänzt, leistet diese Bauweise einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Schließlich können wir der steigenden Nachfrage nach Naturgips eine weitere Alternative entgegensetzen. Dass das funktioniert, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist, wollen wir mit wissenschaftlicher Begleitung an zwei konkreten Bauprojekten in Weimar und Ilmenau zeigen.“

Die Untersuchung der FH Erfurt soll wichtige Erkenntnisse über die Lebenszykluskosten von kurzfristig (bei der Errichtung) teureren Holzbauten liefern und sie mit den Lebenszykluskosten klassischer Bauweise vergleichen. Damit wird der Begriff der Wirtschaftlichkeit im Wohnungsbau neu definiert und eine wichtige Entscheidungsgrundlage geschaffen. Zugleich untermauert Thüringen seine Bestrebungen, eine Vorreiterrolle beim Einsatz von Holzprodukten im Baubereich einzunehmen.

Thüringen strebt – durch das Thüringer Klimagesetz verankert - einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 an. Dazu gehören neben Fragen nach Dämmung, Heizungssystem und erneuerbaren Energien vor allem neue, nachhaltige Baustoffe und Bauweisen. Die beiden Praxispartner entwickeln derzeit die Konzeption für neue Wohnquartiere in Holzbauweise (IL: 35 Wohneinheiten; WE: ca. 140 WE), die insgesamt nachhaltig und ökologisch geplant werden (Mobilitätskonzept, Ver- und Entsorgungskonzept). In Ilmenau wurde die Investitionsentscheidung bereits getroffen, in Weimar stehen die entscheidenden Gremiensitzungen im Herbst 2021 an. Das vom TMUEN finanzierte Forschungsvorhaben solle eine Entscheidungsgrundlage dafür liefern. Basierend auf einer Gremienentscheidung für die Holzbauweise im Herbst 2021 können die Bauvorbereitungen in Weimar 2022 beginnen. Baubeginn in Ilmenau wird im Mai/Juni 2022 sein.

 

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