Siegesmund: „Gerade jetzt: Wir brauchen grüne Lernorte im Freien“ Grüne Schulhöfe für Thüringen: Lernorte im Grünen immer wichtiger


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Umweltministerin Anja Siegesmund und der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Sascha Müller-Kraenner, besuchten heute die Gemeinschaftsschule in Kerspleben, die am Projekt „10 Grüne Schulhöfe für Thüringen 2.0“ teilnimmt.

Ministerin mit Kindern an einem Baumstamm

Dort pflanzten sie gemeinsam mit Kindern insektenfreundliche Herbstpflanzen und informieren sich über den Projektstand.

„Die Schulen brauchen Lernorte im Freien – mehr denn je. Gerade in Corona-Zeiten ist es doppelt hilfreich, Unterricht an der frischen Luft anzubieten. Trotz der schwierigen Situation, in der sich insbesondere die Schulen befinden, haben unsere Projektschulen weiter geplant, gebuddelt und gebaut. Hier entstehen grüne Oasen für Kinder und gleichzeitig Lebensräume für Insekten und Vögel“, erklärt Umweltministerin Siegesmund.

„Die Gemeinschaftsschule zeigt, wie vielfältig ein Schulgelände unter Mitwirkung von Kindern entwickelt werden kann. Kinder und Jugendliche setzen sich hier zusammen mit Erwachsenen für eine Erhöhung der Artenvielfalt durch Blühwiesen und –streifen ein. Ganz verschiedene Nistmöglichkeiten wurden hier in Projektwochen geschaffen. Dabei wird weiterhin an Futterplätze und Wasserstellen für Kleintiere gedacht“, ergänzt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die Schule ist eine von zehn, die aus dem Wettbewerb „Grüne Schulhöfe für Thüringen“ ausgewählt wurde. Das Motto ist: anpacken, verändern, erhalten, gestalten. Hier soll vor allem eine Beschattung des Schulhofes entstehen, eine Pergola mit selbstgebauten Hochbeeten, Gehölzanpflanzungen und ökologischen Hecken für Kleintiere.

Als eine von sechs Planungsschulen erhielt die Gemeinschaftsschule in Kerspleben 5.000 Euro, eine Fördersumme von je 30.000 Euro erhielten insgesamt vier Umsetzungsschulen. Neben der finanziellen Förderung erhalten alle zehn Schulen vielfältige Unterstützung, unter anderem mit Schulungen und einer Schulhofkonferenz. Besonderer Wert bei der Schulhofgestaltung wird auf die Themen Artenvielfalt, Klimawandel und Klimawandelanpassung sowie Bodenschutz gelegt. Nachdem das Projekt mit Videokonferenzen, Webinaren und Einzelgesprächen begonnen werden musste, fand in Kerspleben das erste Treffen der zehn teilnehmenden Schulen bei einem Workshop statt.

Das Projekt wird durch das Thüringer Umweltministerium mit Fördermitteln in Höhe von rund 355.000 € finanziert und durch Projektmanagerinnen der Deutschen Umwelthilfe koordiniert. Umfangreiche Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://www.duh.de/schulhof-thueringen/

 

Hintergrund:

Das Projekt „10 Grüne Schulhöfe für Thüringen“ ist bereits in der zweiten Runde, bereits 2018/2019 haben zehn Thüringer Schulen die Umgestaltung ihrer Schulhöfe geplant bzw. umgesetzt, seit März 2020 sind zehn weitere Schulen im Projekt. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schulhöfe in naturnahe, soziale und attraktive Lebens- und Lernräume zu verwandeln. Unter einer breiten Mitwirkung von Schülern und Schülerinnen, Lehrkräften, Eltern, weiteren Akteuren an Schulen und deren Netzwerk sowie kommunalen Verwaltungen werden Best-Practice-Lösungen und Know-how in Bezug auf Schulhofgestaltungen in Thüringen gesucht. Diese Beispiele sollen zu weiteren naturnah gestalteten Schulhöfen inspirieren, sie sollen aufzeigen, was alles möglich ist und Mut machen, selber ins Handeln zu kommen.

 

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