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Staatssekretär Möller: Wertschöpfung im Energiebereich im Lande halten „Energiewende im Wandel“ – 300 Experten beim ThEGA-Forum in Weimar

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Rund 300 Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung, Forschung und Kommunen trafen sich heute im Weimarer Kongresszentrum zum ThEGA-Forum „Energiewende im Wandel“ und berieten über die Umsetzung der Energiewende in Thüringen.

„Erneuerbare Energien haben sich weltweit zu einem Zukunftsmarkt entwickelt und dabei die Märkte grundlegend verändert. Neben Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes sind auch gute Gewinnaussichten die Motivation für das Vorantreiben von Energiewende-Projekten. Wir wollen, dass auch Thüringen noch stärker zum Gewinner der Energiewende wird“, sagte Thüringens Umweltstaatssekretär Olaf Möller anlässlich der Veranstaltung. „Thüringen gibt pro Jahr allein rund eine Milliarde Euro für den Import von Strom aus. Wenn es uns gelingt, die Wertschöpfung im Lande zu halten, indem wir unseren eigenen Strom erzeugen und Effizienzpotenziale besser als bisher nutzen, werden wir alle zu Energie-Gewinnern“, so Möller.

Veranstalter des Experten-Forums in Weimar ist die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA). Seit Februar bündelt die ThEGA zusätzlich alle Beratungs- und Informationsangebote zur Bioenergie in Thüringen und verhilft außerdem seit kurzem im Projekt „Effiziente Stadt“ Kommunen zu mehr Energieeffizienz und sachgerechtem Umgang mit europäischen Fördermitteln.

„Mit dem Projekt ‚Kommunales Energiemanagement‘, in dessen Verlauf kommunale Mitarbeiter zu Energiemanagern ausgebildet werden, konnten bisher rund 50 Thüringer Kommunen in die Lage versetzt werden, teils enorme Kosten zu sparen. Die Stadt Suhl z.B. erzielt nach der Einführung eines kommunalen Energiemanagements nachweislich von 2013 bis zum Jahr 2015 Einsparungen in Höhe von 423.484 Euro. Die Nachfrage nach diesem Angebot ist so groß, dass wir damit jetzt in die fünfte Runde gehen“ sagte der Geschäftsführer der ThEGA, Professor Dieter Sell.

Die Bilanz der von der ThEGA aufgebauten „Servicestelle Windenergie“ nach einem Jahr Arbeit zeigt deutlich den Bedarf nach Kooperation und Einbindung aller Betroffenen, angefangen bei Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern, über Unternehmen, Kommunen, öffentlichen und privaten Institutionen bis hin zur Politik. Rund zweitausend Bürgerinnen und Bürger wurden seit Bestehen der Servicestelle beraten. Das von der ThEGA entwickelte Siegel „Faire Windenergie“ erhalten Projektierungsunternehmen, die während der gesamten Projektierungsphase auf Transparenz und Beteiligung setzen. Bisher konnten 14 Projektierungsunternehmen ausgezeichnet werden, weitere Unternehmen haben sich zur Prüfung registriert. Das umfangreiche Informationsangebot der Servicestelle ist unter www.wind-gewinnt.de abrufbar.

 

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