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Siegesmund: „Investitionen machen unabhängiger von teurer fossiler Energie“ Energetische Sanierung: Förderung der Sanierungskonzepte geht 2023 weiter / Energiepreise haben Nachfrage verdreifacht


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Die Energiepreiskrise kurbelt die Nachfrage bei der energetischen Gebäudesanierung an. Das zeigt die Jahresbilanz beim „Sanierungsbonus-Plus“, dem Förderprogramm des Thüringer Energieministeriums für Energieeffizienz in Wohngebäuden.

Thüringer Sanierungsbonus-Plus
Das energetisches Sanieren von Gebäuden ist ein Schlüssel für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz (© AdobeStock)

Rund 200 Anträge auf Förderung waren bis Mitte Dezember beim Partner Verbraucherzentrale Thüringen eingegangen – nahezu eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr. Rund 50.000 EUR betrug die Co-Finanzierung von Landesseite für Sanierungsfahrpläne in Thüringen.

„Investitionen in effiziente Häuser rechnen sich – sie machen unabhängiger von teurer, fossiler Energie, erhalten den Wert der Immobilie und schützen das Klima. Mit dem Sanierungsbonus packen wir auf die Bundesförderung noch den Landes-Bonus oben drauf“, so Energieministerin Siegesmund.

Mit dem „Sanierungsbonus-Plus“ hebt das Thüringer Energieministerium die flexible Bundesförderung für Energieneeffizienz-Konzepte auf konstant 90 Prozent an. Darüber hinaus sichern sich Verbraucherinnen und Verbraucher fünf Prozent höhere Zuschüsse bei den später umgesetzten Investitionen. Individuelle Sanierungsfahrpläne (iSFP) und Beratungsberichte zeigen passgenaue Lösungen vom Energieberater für das energetische Optimieren von Gebäuden auf. Und sie zeigen vor allem, welche Fördertöpfe später bei der Sanierung eines Hauses für jede einzelne Maßnahme genutzt werden können.

2022 waren rund 80 Prozent der Anträge für Einfamilienhäuser. Der Großteil (143 Anträge) kommt aus dem ländlichen Raum, die übrigen entfallen auf die kreisfreien Städte (56). Spitzenreiter ist Erfurt mit 41 Sanierungsfahrplänen, es folgen der Landkreis Sömmerda (18), der Landkreis Hildburghausen (11) und der Landkreis Gotha (10). Das Thüringer Energieministerium fördert den „Sanierungsbonus-Plus“ bei der Verbraucherzentrale Thüringen e. V. auch im Jahr 2023. Für das neue Jahr stehen 194.500,00 EUR bereit. Interessierte können sich über das Angebot bei der Thüringer Verbraucherzentrale e. V. informieren und Anträge herunterladen: www.thueringer-sanierungsbonusplus.de

 

Hintergrund/Beispiel:

Rund 35 % des gesamten Endenergieverbrauchs und etwa 30 Prozent der CO₂-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich, davon der Großteil auf Wohnhäuser. Für das Erreichen der Klimaziele – Thüringen strebt laut Klimagesetz bis spätestens 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand an – muss die aktuelle Sanierungsrate von 1 % auf mindestens 2 % Prozent anwachsen.

Beispiel (1) für die Kosten eines individuellen Sanierungsfahrplans für ein Einfamilienhaus:

Der Energieberater oder die Energieberaterin schickt für das Erstellen eines iSFP eine Rechnung über 2.000 EUR. 10 Prozent Eigenanteil, also 200 EUR, trägt die Verbraucherin/der Verbraucher. Von den verbleibenden 1.800 EUR werden vom Bund 1.300 EUR (Maximalbetrag für Einfamilienhäuser) übernommen. Den offenen Restbetrag von 500 EUR übernimmt das Thüringer Energieministerium über eine Förderung der Verbraucherzentrale Thüringen. Damit sichert das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) stabil eine attraktive Förderquote von 90 Prozent ab.

Beispiel (2): Ein Projekt „Dämmung der Hausfassade“ soll 50.000 EUR kosten und ist eine zuvor im iSFP definierte Maßnahme. Der Hauseigentümer erhält auf seinen Antrag im Bundesförderprogramm „Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle“ im Standard 7.500 EUR Fördermittel. Durch den zuvor erstellten iSFP kommt noch ein Förderbonus von 5 Prozent Gesamtkosten (= 2.500 EUR = 5 Prozent von 50.000 EUR) hinzu.

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