Siegesmund: „Leise und klimafreundlich – das ist die Zukunft der Busse“ Elektromobilität: Wasserstoff soll Regionalbusse im Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis antreiben


Das Thüringer Umweltministerium fördert neben dem Wartburgkreis jetzt auch im Kyffhäuserkreis/Unstrut-Hainich-Kreis eine Machbarkeitsstudie zur Umstellung der regionalen Busflotte auf Wasserstoffantrieb.

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Dafür erhält die Regionalbusgesellschaft der Landkreise Fördermittel von knapp 20.000 EUR.

„Leise und klimafreundlich – das ist schon heute die Zukunft der Regionalbusse. Mit grünem Wasserstoff, regional erzeugt aus Sonne und Wind, kann der regionale Nahverkehr in Thüringen zum Vorreiter der Verkehrswende werden. Das wollen wir gern unterstützen“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund.

Die Studie zum Einsatz von E-Bussen mit Wasserstoffbrennstoffzellen läuft bis Jahresende und soll geeignete Strecken und den Bedarf an Tank-Infrastruktur ermitteln.

Das Thüringer Umweltministerium fördert nicht nur Machbarkeitsstudien zum Einsatz sauberer Busse, sondern finanziert auch die Umsetzung in der Pilotphase. Damit starteten seit 2017 in ganz Thüringen erste Projekte mit Elektrobussen im Nahverkehr. Bislang setzen Bad Langensalza, Bad Salzungen, Jena, Eisenach, Suhl, Zella-Mehlis und Nordhausen auf Elektrobusse. In Jena fahren seit Ende 2019 drei Fahrzeuge, in weiteren Städten steht der Echtbetrieb kurz bevor.

 

Hintergrund

Mit der Förderung unterstützt das Umweltministerium die Thüringer Nahverkehrsanbieter bei der Umstellung auf saubere Antriebe. Ab Sommer 2021 gelten erstmals neue Öko-Kriterien beim Kauf von Neufahrzeugen. So müssen laut EU-Richtlinie 2019/1161 (Green-Vehicle-Richtlinie) ab August 2021 bis August 2025 mindestens 45% der durch öffentliche Auftraggeber neu angeschafften Busse über saubere Antriebe verfügen. Im Zeitraum von 2026 bis 2030 steigt dieser Anteil auf 65 Prozent.

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