Siegesmund: „Jetzt ist verstärkte Vorsorge wichtig“ Einsatzbereit für die Schneeschmelze


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Bereits in dieser Woche ist mit Beginn der Schneeschmelze in Thüringen zu rechnen. Die Hochwassernachrichtenzentrale analysiert die Lage kontinuierlich und warnt die betroffenen Gebiete bei einer sich abzeichnenden Gefahr.

gefrorene Auma, Schnee und zugefrorenes Wasser

Zur Einsatzbereitschaft bei Schneeschmelze erklärt Anja Siegesmund: „In den nächsten Tagen müssen wir wachsam sein. Unsere Hochwasseranlagen werden regelmäßig überwacht und im Notfall verstärkt. Und ein guter Hochwasserschutz braucht mehr als unsere Hochwasserschutzanlagen und unsere langfristige Vorausplanung für natürlichen Hochwasserschutz. Wir brauchen – wie immer bei Schneeschmelze - auch eine gut organisierte kommunale Gefahrenabwehr, also gut organisierte Wasserwehrdienste in den betroffenen Gemeinden.“

Zur verstärkten Vorsorge der nächsten Tage gehört:

  • Durch die erhöhte Abgabe aus der Saalekaskade in den vergangenen Tagen wurde das Talsperrensystem bewusst entlastet, sodass nun ein Rückhalteraum mit über 120 Mio. m³ zur Verfügung steht (ca. 68 Mio. m³ zusätzlich zum üblichen Hochwasserrückhalteraum im Winter (55 Mio. m³)). Auch die hochwasserrelevanten Hochwasserrückhaltebecken und Talsperren der Thüringer Fernwasserversorgung sind einsatzbereit und können jederzeit eingestaut werden.
  • Die Gemeinden bereiten sich auf eine mögliche Hochwasserabwehr vor. Eine besondere Bedeutung kommt hier dem gemeindlichen Wasserwehrdienst zu. Dieser ist für die Kontrolle und Verteidigung von Hochwasserschutzanlagen verantwortlich. Die Aufgabe kann von der Gemeinde auf die örtliche Feuerwehr übertragen oder eine eigene Wasserwehre gegründet werden. Seit 2016 wurde die Erstausstattung von 14 Wasserwehrdienste durch das Umweltministerium mit insgesamt ca. 360.000 € gefördert. Neben der persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte (z. B. Gummistiefel und Regenjacken) können auch Boote, Notstromaggregate und Pumpen Teil der förderfähigen Erstausstattung sein. Zudem unterstützt das Umweltministerium die Ausbildung der Einsatzkräfte durch Schulungen zur Hochwasserabwehr. Ministerin Siegesmund wird sich in den nächsten Tagen bei einem Wasserwehrdienst vor Ort über die Ausstattung informieren.

Bürgerinnen und Bürger können sich jederzeit über den Internetauftritt der Hochwassernachrichtenzentrale https://hnz.thueringen.de/hw2.0/thueringen.html oder die Mobilfunk App „MeinePegel“ über die aktuellen Pegelstände informieren. Hochwasserwarnungen werden dort veröffentlicht. Die Beobachtung des aktuellen Wettergeschehens ist über die App des Deutschen Wetterdienstes („WarnWetter“) möglich.

 

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