Land investiert rund 1,2 Millionen Euro für Wiederherstellung im Originalzustand Historisches Chrysopraswehr in Bad Blankenburg nach Sanierung eingeweiht


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Heute haben Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund gemeinsam mit dem Bürgermeister von Bad Blankenburg, Mike George, das sanierte Chrysopraswehr an der Schwarza in Bad Blankenburg eingeweiht.

Chrysopraswehr in Bad Blankenburg
Chrysopraswehr in Bad Blankenburg

Nach fast zweijähriger Sanierung wurde das landeseigene Wasserbauwerk in historischer Form wiederhergestellt und kann jetzt von Interessierten aus der Nähe bestaunt werden. Für die Sanierung in Form des Originalzustandes des Chrysopraswehres hat das Land rund 1,2 Mio. Euro bereitgestellt.

„Mit dem Chrysopraswehr konnte ein wichtiges Zeugnis historischer Wasserbaukunst und ein touristischer Anziehungspunkt am Tor zum Schwarzatal erhalten werden. Das ist auch dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger von Bad Blankenburg und darüber hinaus zu verdanken, die sich gegen die ursprünglichen Pläne der Verwaltung durchgesetzt haben. Als Land haben wir den Bürgerwillen ernst genommen“, so Thüringens Ministerpräsident Ramelow.

„Ich danke den engagieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im TLUBN und Umweltministerium, die im Ringen um die beste Lösung zu diesem schönen Ereignis beigetragen haben. Das sieht ja nicht nur beeindruckend aus, ein guter Gewässerzustand dient gleichzeitig der Natur und den Menschen. Die Schwarza ist in puncto Naturnähe schon heute ein Vorzeigegewässer Thüringens und Kernelement des Natura 2000-Gebietes Schwarzatal. Wir wollen die Durchgängigkeit und Naturnähe in deren Unterlauf durch weitere Investitionen künftig noch verbessern“, so Thüringens Umweltministerin Siegesmund.

Die Fließgewässer Thüringens bilden von Natur aus miteinander vernetzte Lebensräume. Die Schwarza ist prägend für das Natura 2000-Gebiet „Schwarzatal mit Goldisthal und Zuflüssen“ und ein Vorzeigegewässer für Thüringen. Im oberen und mittleren Bereich ist sie bereits in einem guten bis teilweise sogar sehr guten Zustand nach Wasserrahmenrichtlinie. Im unteren Bereich beeinträchtigen einige Querbauwerken noch die Gewässerdurchgängigkeit. Ab 2021 soll dort u. a. ein Fischaufstiegspass am Chrysopraswehr die Durchgängigkeit der Schwarza im Unterlauf herstellen.

Im Vorfeld der Baumaßnahmen haben sich zwei örtlichen Bürgerinitiativen intensiv für den Erhalt des 170 Jahre alten Wehres in seiner historischen Form eingesetzt. Rund 3.500 Unterschriften wurden gesammelt und als Petition beim Thüringer Landtag eingereicht. Die Sanierungsarbeiten begannen schließlich im September 2018. Insgesamt wurden rund 1,2 Mio. Euro aus Landesmitteln investiert. Mit Abschluss der Arbeiten konnte die Funktionsfähigkeit der Wehranlage in vollem Umfang wiederhergestellt werden. Beim Bau wurde zum größten Teil das originale historische Material wiederverwendet.

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