Umweltstaatssekretär Möller: Eine reine Flächenprämie für Waldbesitzer setzt falsche Anreize Bundesrats-Entschließung: Nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Der Bundesrat hat heute mehrheitlich eine Entschließung zum Bundestagsgesetz (über die Durchführung von Maßnahmen aus dem Corona-Konjunkturpaket zum Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder) verabschiedet.

Ein Wald bei Neuhaus am Rennweg von oben

Die Entschließung betont, dass die heute beschlossenen finanziellen Hilfen für durch Trockenheit und Borkenkäfer geschädigte Waldbesitzer „grundsätzlich eine klare Lenkungswirkung haben müssen. Eine pauschale Flächenförderung sollte nicht dauerhaft stattfinden und wird daher abgelehnt. Die Länder haben ein großes Interesse, gemeinsam mit dem Bund einen langfristigen Ansatz zu entwickeln, der auf die Klimaschutz-und Biodiversitätsleistungen nachhaltig bewirtschafteter klimastabiler Wälder fokussiert ist und der die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer dadurch dauerhaft in die Lage versetzt, ihre Wälder klimastabil und biodiversitäts-fördernd weiterzuentwickeln und umzubauen.“

Dazu erklärt Umweltstaatssekretär Olaf Möller: „Eine reine Flächenprämie für Waldbesitzer setzt falsche Anreize – der Wald darf nicht zu einem Spekulationsobjekt für Anlage-suchendes Kapital gemacht werden. Öffentliches Geld muss öffentliche Leistungen wertschätzen, die über die Sozialpflichtigkeit des Eigentums hinausgehen. Eine Gemeinwohlprämie für Waldbesitzer soll deshalb an klare Kriterien, wie Artenvielfalt oder Naturschutzleistungen geknüpft werden.“

Mit der heutigen Zustimmung des Bundesrates werden die bereits durch das Bundeslandwirtschaftsministerium angekündigten 500 Millionen Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket an Unterstützungsleistungen an private und kommunale Waldbesitzer nunmehr gesetzlich verankert. Die darauf Bezug nehmende Entschließung des Bundesrates zur Waldprämie finden Sie hier:

www.bundesrat.de

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