Bund-Länder-Erklärung zum Grünen Band/30 Jahre Deutsche Einheit


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, im Anhang finden Sie eine Bund-Länder-Erklärung zum Grünen Band/30 Jahre Deutsche Einheit, die das Bundesumweltministerium zusammen mit den neun Anrainerländern heute veröffentlicht hat. Darin bekennen sich Bund und Länder zum dauerhaften Schutz des Grünen Bandes und zur Weiterentwicklung des Biotopverbunds.

Grünes Band bei Ifta im Herbst
Grünes Band bei Ifta im Herbst

„Wie kein anderer Ort in Deutschland erinnert das Grüne Band an die jahrzehntelange Trennung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und steht heute für deren Überwindung. Das Grüne Band ist zum Symbol für das Verbindende in Deutschland geworden… Die Anrainerländer am Grünen Band und das Bundesumweltministerium beabsichtigen daher, das Grüne Band im Dialog mit den Akteuren vor Ort vollständig als Nationales Naturmonument auszuweisen und dafür noch in diesem Jubiläumsjahr 2020 die notwendigen ersten Schritte einzuleiten. Die beiden bereits ausgewiesenen Nationalen Naturmonumente am Grünen Band in Thüringen und in Sachsen-Anhalt können dabei als Orientierung dienen. Die Ausweisung als Nationales Naturmonument bietet die Chance, die unterschiedlichen ökologischen, erinnerungskulturellen und auf das Landschaftserleben ausgerichteten Ziele für das Grüne Band herauszuheben und konzeptionell zusammenzuführen…Die Aktivitäten für das Grüne Band Deutschland als wichtigen Impuls für die Fortentwicklung des Grünen Bandes Europa zu nutzen. Dazu sollen die Möglichkeiten und die notwendigen fachlichen und politischen Grundlagen für die Initiierung eines Nominierungsprozesses für das Grüne Band Europa als gemischtes UNESCO-Weltkultur- und Weltnaturerbe geprüft werden… Auf diese Weise wollen wir das gesamtdeutsche Erfolgsprojekt des Naturschutzes und der Erinnerungskultur am Grünen Band vollenden und fest in der Mitte Europas verankern.“

 

Ministerin Siegesmund ergänzt:

„Ich bin sehr froh, dass wir an diesem starken Symbol festhalten und es verstärken wollen. Was wir in Thüringen durch das Nationale Naturmonument schon 2018 erreicht haben, hat sich herumgesprochen. Mit Sachsen-Anhalt zusammen stehen schon über 1000 Kilometer Grünes Band unter Schutz. So können wir gleichzeitig Erinnerung und Naturreichtum entlang des ehemaligen Todesstreifens bewahren und regionale Entwicklung fördern. Diese mittlerweile grüne Lebenslinie hat bereits europäische Strahlkraft und steht für ein geeintes und friedliches Europa. Wir finden: Das Grüne Band hätte den Titel und die Anerkennung als Weltkulturerbe verdient.“

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