Umweltstaatssekretär Möller: „Ein altes Ärgernis, das nun endlich verschwindet.“ Beräumung der Altreifendeponie Schorba


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Noch bis zum Ende kommender Woche wird im Leutratal (Schorba/Bucha) die Altreifendeponie beräumt. Dabei geht es um ca. 1.500 Altreifen mit rund 3.000 m³ Volumen. Die Kosten der Beräumung belaufen sich auf rund 50.000 Euro.

Dazu erklärt Umweltstaatssekretär Möller:

„Diese Reifen sind ein altes Ärgernis und ein zunehmend gefährliches Problem. Es ist gut, dass sie jetzt verschwinden. Sie hatten hier von Anfang an nichts zu suchen.“

Die Ablagerung von mehreren Tausend Reifen liegt in einem Geländeeinschnitt mit direktem Gewässerkontakt. Bei einem Brandfall müsste mit der Entstehung von hochkontaminiertem Löschwasser (Schwelöle, PAK) gerechnet werden, das in den Untergrund gelangen könnte. Im Gegensatz zu Reifenlagern auf befestigten Flächen oder Bauwerken mit Anschluss an die Kanalisation bestand in Schorba deshalb ein Risiko für Grundwasserverunreinigungen, da auch Löschwasser nicht gefasst werden könnte, sondern direkt ins Grundwasser gelangen würde.

Hintergrund

Ab Mitte der 1950er wurde die Böschung als Kipphang für eine wilde Mülldeponie genutzt – fürStraßenaufbruch und Bauschutt, für Schrott und Sperrmüll, aber auch für die Reifen. Sie wurden durch dieMitarbeiter der zuständigen Autobahnmeisterei abgelagert. Die aus Haushalten abgelagerten Abfallmengen waren dabei gering. Sie wurden durch Gutachter kontrolliert und als „nicht gefährlich“ für die Umwelt eingestuft.

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