Möller: „Guter Ausgleich zwischen Artenschutz und Landwirtschaft“ Artenschutz: Renaturierung in Friesau schafft neuen Lebensraum für Amphibien und Reptilien


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Umweltstaatssekretär Olaf Möller hat heute das renaturierte Gebiet des Pfotenbaches in Friesau bei Saalburg-Ebersdorf besichtigt. Das Naturschutzprojekt wurde durch das Thüringer Umweltministerium mit rund 36.000 Euro gefördert.

Umweltstaatsekretär Olaf Möller bei Renaturierungsprojekt in Friesau
Umweltstaatsekretär Olaf Möller bei Renaturierungsprojekt in Friesau

Der Pfotenbach verläuft unterirdisch verrohrt, sodass oberirdisch eine landwirtschaftliche Nutzung auf der Fläche möglich ist. Um die so verloren gegangenen Lebensräume zurückzugewinnen, wurden u.a. sogenannte Himmelsteiche angelegt.

Dazu sagt Umweltstaatssekretär Olaf Möller: „Dank des Engagements des Landbesitzers vor Ort und der Unterstützung unserer Natura 2000-Station konnte hier neuer Lebensraum für den Nördlichen Kammmolch und die Ringelnatter entstehen. Die restliche Fläche kann weiter bewirtschaftet werden. So wurde ein guter Ausgleich zwischen Artenschutz und Landwirtschaft geschaffen

Im Rahmen des Projektes wurden im Bereich des ehemaligen Fließgewässerbetts am Ackerrand zwei sogenannte Himmelsteiche angelegt, Kleingewässer, die durch Abfluss und Regenwasser gespeist werden. Sie sollen u.a. als Laichgewässer für den Nördlichen Kammmolch dienen. Zudem wurden Hecken als Verbund zwischen Wald und Gewässer angelegt sowie eine Steinriegelhecke – ein niedriger Wall aus Bodenaushub und Gesteinsausbruch mit einem ausgeprägten Lückensystem, welches langsam zuwächst – als Abgrenzung zur Ackernutzung. Steinhaufen und der partielle Auftrag von Sand bieten jetzt zudem eine noch größere Strukturvielfalt und Lebensraum für weitere Arten wie die Ringelnattern.

Die entstandene Verbindung von Gewässer und angrenzendem Wald schafft einen optimalen Lebensraumkomplex für Amphibien und Reptilien.

Die Natura 2000-Station Auen, Moore, Feuchtgebiete hat als Projektträgerin gemeinsam mit dem Flächeneigentümer seine Ideen geplant und umgesetzt.

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